Grüne NÖ begrüßen Ausbau der Schnellbahnlinie S2 Gerasdorf - Wolkersdorf

Petrovic: "Wichtiges Projekt, dass leider bis zum Landtagswahlkampf verschleppt wurde."

St.Pölten (OTS) - "Mit dem zweigleisigen Ausbau der Schnellbahnlinie S2 Gerasdorf - Wolkersdorf wird nicht nur eine langjährige Forderung der Grünen endlich erfüllt, sondern vor allem ein wichtiges Verkehrsprojekt für die Region endlich realisiert" kommentiert die Spitzenkandidatin der Grünen für die NÖ Landtagswahl, Madeleine Petrovic, den Spatenstich, der heute um 14.30 vorgenommen wird. Gleichzeitig wirft Petrovic die Frage auf, warum man mit der Realisierung vier Jahre gewartet hat, da der Beschluss bereits 1999 -noch unter Verkehrsminister Einem gefallen ist. "Der Schnellbahnausbau sollte eigentlich schon längst im Gange sein, er wurde ja schon 1999 vereinbart. Man wird den Eindruck nicht los, dass man in Niederösterreich mit Spatenstichen für wichtige Infrastrukturprojekte solange wartet bis Wahlen vor der Tür stehen. Das mag zwar aus Sicht der Politiker sinnvoll sein, die PendlerInnen werden aber wenig Verständnis dafür haben, dass der Ausbau um Jahre verschleppt wurde." so Petrovic.

Für die Zukunft wünscht sich Petrovic mehr "Anlässe für Spatenstichfeiern" beim Schienenausbau: "Es ist bezeichnend für die 'Autobahnlastigkeit' der Verkehrspolitik in Niederösterreich, wenn bei Bahnprojekten zwischen Beschluss und Baubeginn vier Jahre vergehen, während für die Nordautobahn der Spatenstich demnächst erfolgen soll, obwohl nicht einmal ein Detailplan vorliegt. Es gibt auch noch keine Umweltverträglichkeitserklärung, geschweige ein UVP-Verfahren und erst recht keine Genehmigungen. Wenn die Landesregierung die Realisierung von wichtigen Bahnausbauten mit ähnlichem 'Eifer' betreiben würde, wäre die Verkehrspolitik in Niederösterreich ein gutes Stück weiter als sie jetzt ist. Aber gerade bei der Schiene lassen wichtige Impulse leider meist lange auf sich warten."

In diesem Zusammenhang verweist Petrovic auf den fehlenden Schienen-Grenzübergang der Thayabrücke bei Hevlin: "Hier ist die Bahnverbindung nach Tschechien unterbrochen. Eine Wiederherstellung wäre relativ einfach und finanziell durchaus erschwinglich. Sie wurde aber bisher unterlassen, obwohl die Strecke nach Brünn oberste Priorität im Landesverkehrskonzept hat. Hier müssen Land und Bund der tschechischen Republik helfen, die Strecke zu elektrifizieren. Eine Co-Finanzierung durch die EU aus den Mitteln der Grenzlandförderungen wäre ebenfalls möglich. Hier ist allerdings im wahrsten Sinne 'höchste Eisenbahn', denn diese Förderungen gibt es nur mehr bis zum EU-Beitritt Tschechiens. Die Landesregierung könnte jetzt ihre Versäumnisse der letzten vier Jahre vergessen machen und rasch den grenzüberschreitenden Ausbau der Bahnverbindungen in Angriff nehmen." so Petrovic abschließend.

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