AUA-Bord: Betriebsrat klagt AUA-Vorstand

Neuerliche Betriebsversammlung am Freitag Nachmittag

Wien (HTV/ÖGB). Der Konflikt bei der AUA verschärft sich wieder. Nachdem der Vorstand die noch immer gültige Betriebsvereinbarung zum Unterwanderungsschutz ständig bricht, klagt der Beriebsrat nun auf Unterlassung. Für kommenden Freitag, 15.30 Uhr, wurde eine weitere Betriebsversammlung einberufen. Betriebsratsvorsitzender Rudi Novak:
"Der Vorstand hat offensichtlich den Ernst der Lage nicht erkannt. Wir lassen mit uns nicht spaßen."++++

Auch wenn der AUA-Vorstand mit Ende vergangenem Jahr die Betriebsvereinbarung Unterwanderungsschutz gekündigt hat, gilt sie noch bis Ende 2003. Allerdings hält sich der Vorstand nicht daran. Novak: "Die Geschäftsführung besetzt AUA-Flugzeuge mit billigem Fremdpersonal. Wo AUA drauf steht, ist nicht mehr AUA drinnen."

Der AUA-Bordbetriebsrat bedauert, dass nur wenige Tage vor einem geplanten Verhandlungstermin und angesichts der angespannten Situation wegen der Irak-Krise der Vorstand auf Eskalation setzt. Novak: "Wir sehen das als Vertrauensbruch und wir lassen mit uns nicht spaßen."

Da der Vorstand auch in der Vergangenheit immer wieder Wissenslücken beim Arbeitsrecht hatte, verweist der Betriebsrat auf die Tatsache, dass nach dem österreichischen Arbeitsverfassungsgesetz alle AUA-Bord-MitarbeiterInnen das Recht haben an der Betriebsversammlung teilzunehmen. Dadurch entstehende Störungen des Flugbetriebes sind zwar nicht geplant, aber nicht auszuschließen. Sollte Druck auf die MitarbeiterInnen ausgeübt werden, werde es entsprechende Gegenmaßnahmen des Betriebsrates geben.

Ab sofort ist der AUA-Bord-Betriebsrat auch mit einer eigenen Homepage im weltweiten Netz vertreten. Unter www.bordfunk.at wird es auch Informationen für die Passagiere geben. Novak: "Der Vorstand hat offensichtlich wenig Zeit für Kundenservice. Uns liegt das Unternehmen am Herzen und daher werden wir uns noch intensiver um unsere Kunden bemühen."(ff)

ÖGB, 26. Februar 2003 Nr. 097

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