"Neues Volksblatt" Kommentar: "Befürchtungen" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 25. Februar 2003

Linz (OTS) - =

Die FPÖ hat in den Koalitionsgesprächen mit der ÖVP
die erste Personalforderung gestellt. Konkret: Kärntens Landeschef Martin Strutz, Mitglied des FPÖ-Verhandlungsteams, hat im "Kurier" das Innenministerium für die FPÖ verlangt. Begründung: Sicherheits-und Asylfragen seien nun einmal das Profil der FPÖ.
Nichts, was aus der Kärntner FPÖ kommt, geschieht ohne den Sanktus Haiders. Erste Befürchtungen, wonach der Kärntner Landeshauptmann neuerlich zum großen Risiko für eine schwarz-blaue Regierung werden könnte, haben sich früher als erwartet bestätigt.
Parteichef Herbert Haupt zeigt sich hin- und hergerissen. Er hat die Forderung nach dem Innenministerium ursprünglich mitgetragen, sie aber später doch von sich gewiesen.
Es wird Aufgabe Wolfgang Schüssels sein, seinem Koalitionspartner in spe ein für alle Mal klarzumachen, dass das FPÖ-Regierungsteam keine Dependance der Kärntner FPÖ ist und sein kann. Es wird anderseits die Aufgabe Haupts sein, seinen Kärntner Freunden ein für alle Mal klarzumachen, ihre Störversuche einzustellen. Eines ist nämlich auch klar: Sollte sich in der FPÖ jener Zustand fortsetzen, der letztlich zu Neuwahlen geführt hat, wäre es besser, auf eine Neuauflage von Schwarz-Blau zu verzichten.

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