ERINNERUNG: Löhne: Leichte Frauenarbeit - schwere Männerarbeit?

Metallgewerkschaft und Gleichbehandlungsanwaltschaft untersuchen Kollektivverträge

Wien (GMT/ÖGB) Frauen werden immer noch als besonders geeignet für "leichte Arbeit" angesehen - das so genannte "schwache" Geschlecht im Gegensatz zum "starken". Daraus wird oft geschlossen, das Frauenarbeit automatisch leichte Arbeit ist - Arbeit, die billiger ist als schwere. Die Frauenabteilung der Gewerkschaft Metall - Textil ist Diskriminierungen aufgrund der Kollektivverträge auf den Grund gegangen.++++

Die Metallerfrauen haben gemeinsam mit der Gleichbehandlungsanwaltschaft an den Kollektivverträgen der Gewerkschaft Metall - Textil untersucht, wie sich die Bedingungen für Frauen und Männer in diesem Bereich unterscheiden. Ziele waren unter anderem, Bestimmungen in Kollektivverträgen aufzuspüren, die Benachteiligungen für eine Gruppe zulassen und auf diese bei den nächstmöglichen Verhandlungen besonders zu achten. Überprüft wurden unter anderem Punkte wie Beginn und Ende von Arbeitsverhältnissen, Arbeitszeiten, Nachtarbeit, Überstunden, Sonn- und Feiertagsarbeit, Prämienarbeit, Abfertigungen, Möglichkeiten zu Aus- und Weiterbildung, aber auch sprachliche Formulierungen.
Eines der Ergebnis der Untersuchungen ist ein Projekthandbuch, das jenen, die in die Gestaltung von Kollektivverträgen aktiv eingebunden sind, Hilfestellung hinsichtlich der Umsetzung von Gender Mainstreaming in den Kollektivverträgen geben soll. Das Handbuch wird im Rahmen einer Tagung in Wien präsentiert.

ReferentInnen sind u.a.
Erika Nussgraber-Schnabl, Frauenvorsitzende der GMT
Dr. Ingrid Nikolay-Leitner, Gleichbehandlungsanwältin
Monika Kemperle, Zentralfrauensekretärin der GMT
Dr. René Schindler, leitender Sekretär der GMT
Ergänzt wird die Tagung durch Berichte von Gewerkschafterinnen aus Schweden und der BRD, die über die Situation hinsichtlich Gleichstellung in ihrer Lohnpolitik informieren.

Termin: Dienstag, 25. 2. 2003, 10.00 bis ca. 15.00 Uhr
Ort: Gewerkschaft Metall - Textil, 1041 Wien, Plößlgasse 15, gr. Sitzungssaal, Parterre

VertreterInnen der Medien sind herzlich eingeladen!

ÖGB, 24. Februar 2003

Rückfragen & Kontakt:

Nani Kauer
01 501 46 242
0664 6145 915

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0003