Qualifizierte Ausbildung muss Vorrang haben

Bernhard Stoik als neuer Vorsitzender der Wiener Gewerkschaftsjugend gewählt

Wien (ÖGJ). Gestern, Samstag, fand im Bildungszentrum der Arbeiterkammer Wien im vierten Wiener Gemeindebezirk die 26. Landeskonferenz der Wiener Gewerkschaftsjugend statt. Knapp 100 Delegierte stimmten nicht nur über die weiteren Forderungen ab, sondern wählten auch einen neuen Vorsitzenden.++++

Im Mittelpunkt der Konferenz stand das Thema Ausbildung. So beschlossen die Delegierten eine Resolution, in der sie sich für qualifizierte Lehrlingsausbildung, der Schaffung von Grund- und Flächenberufen und einer Ausweitung der Berufsschule ebenso einsetzen wie für eine Verkürzung der Probezeit, der Ausweitung von Schutzbestimmungen für Jugendliche und die Einführung einer Mindestlehrlingsentschädigung. Weiters sollen die Lehrpläne überarbeitet und sowohl die BerufsschullehrerInnen als auch die Ausbildner weiter qualifiziert werden. Ebenso wird die Einführung des Lastenausgleichsfonds zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben zur Finanzierung der Lehrlingsausbildung verlangt.

Ein Dorn im Auge ist der Wiener Gewerkschaftsjugend auch die Vorlehre, die es Unternehmen ermöglichst Lehrlinge als Billigstarbeitskräfte einzustellen. Deshalb wird eine ersatzlose Streichung des Paragraphen 8b Berufsausbildungsgesetzes, welcher die Vorlehre regelt, gefordert.

Auf der Tagesordnung stand auch die Wahl des Präsidiums. Mit 78,3 Prozent der Stimmen wurde Bernhard Stoik von der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten zum neuen Vorsitzenden der Wiener Gewerkschaftsjugend gewählt.

Zu seinen StellvertreterInnen wurden Sina Farahmandnia (GPA), Dagmar Medics (Frauen), Anton Turkowitsch, (GBH) und Alexandra Raidl (HGPD) gewählt.

ÖGB, 23. Februar 2003 Nr. 092

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