Mangel an qualitativer Nachmittagsbetreuung und Betriebskindergärten in Kärnten

Schaunig: "Außerschulische Betreuung muss endlich zur Priorität werden!"

Klagenfurt (SP-KTN) – Die Nachmittagsbetreuung wird für immer mehr Väter und Mütter zu einem existenziellen Problem. "Das Angebot an qualitativer Nachmittagsbetreuung in Kärnten ist mehr als unzureichend", stellte Soziallandesrätin Gabriele-Schaunig-Kandut am Sonntag fest. Nach der Anmeldung der Volksschüler in einer Hauptschule oder ein Gymnasium, stehen zahlreiche Eltern vor dem Problem des mangelhaften Angebotes an qualitativer Betreuung in den Nachmittagsstunden.

Ein größeres Angebot an Ganztagsschulen bzw. Schulen mit Nachmittagsbetreuung ist aber für viele Eltern eine wesentliche Vorraussetzung für die Vereinbarung von Beruf und Familie. Der pädagogische Wert ganztägig geführter Schulformen sei evident, sagte Schaunig. Vor allem Frauen seien ob der fehlenden Einrichtungen oft gezwungen aus dem Beruf auszusteigen.

Im Bereich der Kinderbetreuungseinrichtungen gelte es massiv zu investieren, so Schaunig. Um Frauen in Beschäftigung zu halten, sei es nötig, Erwerbsunterbrechungen so kurz wie möglich zu halten. "Es wäre höchst an der Zeit Initiativen zu starten, um die Forcierung von Betriebskindergärten in Kärnten zu erreichen. Derzeit bilden Betriebskindergärten wie der, der BKS oder jener im LKH jedoch bedauerlicherweise die Ausnahme, weil Kindergartenreferent Dörfler die Vorteile solcher Einrichtungen einfach nicht erkennen will", kritisiert Schaunig die Säumigkeit Dörflers, in dieser Frage aktiv zu werden.

"Die Öffnungszeiten der Betriebskindergärten sind an die Arbeitszeiten der Eltern angepasst, Beruf und Kinderbetreuung ergänzen sich so optimal. Getreu dem Motto "Nur zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind motivierte Mitarbeiter liegen auch die Vorteile für die Betriebe klar auf der Hand", so Schaunig. Mit eine sukzessiven Einführung betrieblicher Kindergärten wird aber nicht nur Eltern geholfen, sondern auch die Wirtschaft profitiert durch die Steigerung der Produktivität. Schaunig fordert Dörfler auf; sich intensiv mit dem Thema Betriebskindergärten zu beschäftigen um endlich auf die Vorteile und die Notwendigkeit der Einrichtungen aufmerksam zu werden. (Schluss)

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