"trend": Zuspitzung der Palmers-Krise

Der neue Aufsichtsratpräsident Paul Tanos droht bereits mit Rücktritt.

Wien (OTS) - Kaum im Amt, droht Paul Tanos, neuer
Aufsichtsratschef der Palmers-Gruppe, schon wieder mit dem Rücktritt:
"Wenn die Machtverhältnisse nicht bis Mitte März geklärt sind, kann ich meinen Job nicht weiter ausüben", wird der Ex-Wienerberger-Manager im Dienstag erscheinenden Wirtschaftsmagazin "trend“ zitiert. Grund des Zerwürfnisses: Tanos sieht seine Aufgabe vor allem in der Umstrukturierung des zwischen Immobilien, Strumpferzeugung (Wolford) und Wäschehandel verschachtelten Konzerns, "notfalls auch gegen den härtesten Widerstand von Rudolf Humer". Dieser jedoch sieht sich ebenfalls von der Mehrheit der verschiedenen Gruppen innerhalb der Eigentümerfamilien in der gegenteiligen Auffassung bestätigt: "Da gibt es nichts umzustrukturieren, wir haben seit Jahren ein klare und logische Struktur im Konzern".
In den nächsten vier Monaten jedenfalls sollen in weitern Hauptversammlungen der einzelnen Palmers-Gesellschaften die Machtposten in den Aufsichtsräten neu verteilt, und damit die weitere Strategie für die Firma fixiert werden, bestätigt Humer. Er selbst plant, sowohl in den Aufsichtsrat der Textilfirma, als auch in der Steuerungsholding P-Beteiligungs AG einzuziehen. Dazu habe er in den vergangenen Monaten bereits mindestens 37 Prozent der Stimmrechte von einzelnen Familienmitgliedern übertragen bekommen. Der bisherige Palmers-Clanchef Christan Michael Palmers (CMP) dagegen hält nur mehr knappe 53 Prozent, der Rest der Familie ist vorläufig noch unentschieden. CMP, so schreibt der "trend", will „keinen einzigen Humer mehr hier sehen“. Er wirft seinen ehemaligen Vertrauensmanagern Mißmanagement bei Wolford, Immobilienprojekten und der grundsätzlichen Ausrichtung der Textilkette vor.

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