"trend": Bundesheer lässt sich künftig von einem privaten Cateringunternehmen bekochen.

Eurest, Sodexho und Verkehrsbüro-Tochter CMS sind in der Endauswahl für den Millionenauftrag.

Wien (OTS) - Die Verpflegung aller 101 österreichischen Bundesheer-Kasernen soll in eine GmbH ausgegliedert werden, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Dienstag erscheinenden Ausgabe. Die neue Gesellschaft, an der ein privater Investor 51 Prozent und die Republik Österreich 49 Prozent der Anteile hält, wird von Beginn weg rund 80 Millionen Euro umsetzen. Der Investitionsbedarf beträgt 50 bis 60 Millionen Euro. Über einen weisungsberechtigten Beirat hat das Bundesheer in wesentlichen Fragen weiterhin entscheidendes Mitspracherecht. Das Küchenpersonal, rund 700 Mann, muss übernommen werden.
"In einem zweistufigen Auswahlverfahren wurden drei potenzielle Investoren ermittelt, mit denen unterschriftsreife Verträge auf dem Tisch liegen", zitiert der "trend" den Leiter der Gebarungskontrolle im Verteidigungsministerium, Generalmajor Peter Steiner. Es sind dies die Catering-Größen Eurest, Sodexho sowie CMS (Club-Menü-Service), eine Tochter des Österreichischen Verkehrsbüros, so das Magazin unter Berufung auf gut informierte Branchenkreise.
Der Zuschlag kann erfolgen, sobald die neue Bundesregierung gebildet ist und die erforderlichen gesetzlichen Grundlagen für die Ausgliederung geschaffen sind. Generalmajor Steiner: "Ich rechne mit einer definitiven Entscheidung spätestens bis Ende 2003." Verteidigungsminister Herbert Scheibner soll das Projekt persönlich forciert haben, durch die Neuwahlen und die langwierige Regierungsbildung sei die Entscheidung aber verzögert worden, schreibt der "trend".
Notwendig geworden ist die Ausgliederung, weil beim Bundesheer zu wenig Mittel für die dringend notwendige Modernisierung der Küchen vorhanden sind. Außerdem gibt es dramatische Überkapazitäten: Vor 1989 waren die Kapazitäten auf 240.000 Mann ausgerichtet, jetzt "sind es weniger als die Hälfte", so Steiner. Vorgesehen ist nun ein Zentralküchenkonzept. Die gemeinsame GmbH wird sich auch um Aufträge außerhalb des Bundesheers, etwa im Krankenhausbereich, bemühen.

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