"profil": Frühpensionierte Handelsdelegierte gegen die Wirtschaftskammer

Klage um Abfertigung könnte die Kammer Millionen kosten

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, haben zwei ehemalige Außenhandelsdelegierte der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) eine Klage gegen ihren früheren Arbeitgeber eingebracht. Gegenstand ist die Höhe der Berechnungsgrundlage für die Abfertigung der beiden nunmehrigen Kammer-Pensionisten. Die Kammer berechnet die Abfertigung, die ab 25 Dienstjahren zwölf Monatsentgelten entspricht, nach dem Regelbezug im Inland. Auslandsbezüge sind jedoch aufgrund diverser Zulagen beträchtlich höher und würden die Abfertigung entsprechend erhöhen.

Für eine Reihe weiterer frühpensionierter Handelsdelegierter wurde indes eine Vereinbarung zwischen den Anwälten beider Seiten beschlossen, die eine ebenfalls erhöhte Abfertigungszahlung vorsieht, vorausgesetzt, die Klage entscheidet sich zugunsten der Kläger. Der Fall geht derzeit in die zweite Instanz, nachdem ein Ersturteil für keine der Parteien zufriedenstellend ausgefallen ist. Als Grund für die eher unübliche Streitbarkeit der Ex-Kammerangestellten gilt das Sparprogramm der WKÖ, das verstärkt bei Handelsdelegierten ansetzte, die wenige Jahre vor dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter von 65 Jahren standen. Die WKÖ weist von sich, dass es um kolportierte 30 Millionen Euro gehen könnte, räumt aber ein, dass es sich um beträchtliche Summen handelt.

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