Kärntner SP-Frauen fordern: Stopp dem "gewaltigen" Problem Gewalt!

Gewaltprävention ist gesamt-gesellschaftliches Anliegen - Gewalt hat ein Geschlecht

Klagenfurt (OTS) - "In der Diskussion über zwischenmenschliche Katastrophen wird zwar nach allen möglichen Erklärungen gesucht, Gewalt hat aber ein Geschlecht und dieses ist meistens männlich", erklärte die Landesvorsitzende der Kärntner SPÖ- Frauen, NR Melitta Trunk, Samstagvormittag gegenüber dem SPÖ- Pressedienst.

"Mädchen gehen in den allerseltensten Fällen gewalttätig gegen andere Menschen vor und wir wissen, dass Amokläufe in großer Mehrheit von männlichen Tätern verübt werden", so Trunk. Dennoch werde die geschlechtsspezifische Form der Gewalt gesellschaftlich zu wenig diskutiert und den Preis für die mangelnde Sensibilisierung der Gesellschaft tragen wiederum Frauen.

Erfolgreiche Aufklärungsarbeit gegen Gewalt beginnt auch in den Kärntner Schulen. "Hier müsste ein Augenmerk auf soziales Lernen gelegt, der tolerante Umgang der Schüler untereinander und ein Aufweichen der Geschlechterrollen unterstützt werden", forderte Trunk Initiativen vom zuständigen Schulreferenten Haider. "Durch Aufklärungskampagnen und Projekte können Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern hinterfragt und Jugendliche für einen Ausstieg aus Täter- und Opferrollen sensibilisiert werden", stellte die Nationalrätin fest. "Sowohl der Schulreferent als auch Landesjugendreferent Dörfler (im Bereich der Jugendarbeit) sind in diesen Punkten jedoch säumig und verpassen damit einmalige Chancen", sagte Trunk, die sich darüber ärgert, dass Maßnahmen die vor Jahren auf Initiative der SPÖ gesetzt wurden, unter Landeshauptmann Haider gestoppt und in Hinblick auf die sinnvolle soziale Projektarbeit wieder der Retourgang eingelegt wurde.

Wir müssen alle bestehenden Möglichkeiten ausschöpfen, um Gewalt zu verhindern. "Für die Prävention fehlen aber durch die Event- und PR-Politik der Freiheitlichen die nötigen Mittel, um Konfliktbewältigungskonzepte gemeinsam mit Mediatoren wieder aufzugreifen. "Selbstverteidigungskurse für Frauen könnten mit dem wertvollen Know-How der Exekutivbeamten in Kärnten umgesetzt werden, statt die ÖVP und Innenminister Strasser dabei zu unterstützen, die Sicherheit in Kärnten kaputt zusparen", stellt Trunk fest, die mit einer Neuauflage von Schwarz-Blau weitere tiefgreifende Einschnitte auf Kosten der Sicherheit der Kärntnerinnen und Kärntner und auf dem Rücken der Exekutivbeamtinnen und Beamten fürchtet.

Es sei noch immer eine traurige Tatsache, dass ein hoher Anteil von Kindern und Jugendlichen, die selbst Gewalt ausgesetzt waren, mehrheitlich dazu neige, in Konfliktsituationen zur Gewalt als Antwort zu greifen, weil sie es nicht anders gelernt hätten. "Hier muss die Politik ansetzen und über Aufklärung und Sensibilisierungsmaßnahmen den Teufelskreis durchbrechen", so die Frauenvorsitzende abschließend. (Schluss)

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