ORF zur Äußerung von Dr. Marjan Sturm, Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Slowenen

Wien (OTS) - Zur APA-Meldung 696 vom Donnerstag, dem 20. Februar 2003, "Volksgruppenvertreter 2 - 'ORF kann sich nicht ausreden'", stellt der ORF fest:

Der ORF erfüllt seinen Volksgruppenauftrag nach seiner Rechtsauffassung in seinen eigenen Programmen. Die nach dem Privatradiogesetz lizenzierte Veranstaltergemeinschaft Radio dva/Radio Agora wurde bis zum Jahr 2000 von der Bundesregierung subventioniert. Der ORF hat sich in der Folge bereit erklärt, diese Rolle als Subventionsgeber zu übernehmen und im vergangenen Jahr dafür neben Sachleistungen in erheblichem Umfang auch insgesamt rund eine dreiviertel Million Euro als Subvention bezahlt. Diese Finanzleistung musste mit Jahresende auf Grund des notwendigen Sparkurses eingestellt werden.

Eine nach dem ORF-Gesetz mögliche Zusammenarbeit mit privaten Veranstaltern mit dem Ziel, eine bessere Versorgung von Volksgruppen zu erreichen, bedeutet, dass Programm in der Volksgruppensprache zur Verfügung gestellt wird, wozu der ORF nach wie vor bereit ist. Die Zusammenarbeit kann nicht Subventionierung bedeuten. Die Subventionsvergabe ist ein Instrument staatlicher Förderungspolitik und nicht Aufgabe eines Unternehmens. Die Basisfinanzierung der beiden Veranstalter kann der ORF nicht übernehmen, wohl aber ist er selbstverständlich bereit, ihnen sendefähiges Material zu liefern.

Rückfragen & Kontakt:

ORF Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
(01) 87878 - DW 12228
http://kundendienst.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GOK0003