Stopp der Privatisierung im Bereich der Daseinsvorsorge - Kossina: "Kein Ausverkauf des Wassers"

Rust (SPW-K) - "Bis Ende März müssen die Mitglieder-Staaten des GATS-Abkommens - auch die EU - bei der Welthandelsorganisation anmelden, welche Bereiche sie für den Handel völlig öffnen wollen. Viele der Grundbedürfnisse der Daseinsvorsorge stehen nun auf dem Prüfstand", erklärt Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina bei der Arbeitstagung des Wiener SPÖ-Gemeinderatsklubs in Rust. Kossina hält weiters fest, dass es zu keinem Ausverkauf der Wassers kommen darf. "Wasser ist ein Lebensmittel. Das muss für alle leistbar und verfügbar bleiben. Die Daseinsvorsorge muss in öffentlicher Hand bleiben." ****

Das Leitungsnetz für die Wiener Wasserversorgung weist dank regelmäßiger Erhaltungsinvestitionen im Schnitt nur 8 Prozent Wasserverluste auf. In Großbritannien dagegen, wo unter der Thatcher-Administration die landesweit verfügte Privatisierung die kommunalen Strukturen der britischen Trinkwasserversorgung zertrümmerte, liegen die Wasserverluste im Leitungsnetz im Schnitt bei 35 Prozent.

Wien investiert in die Wasserwirtschaft pro Jahr etwa 130.000 Euro, die Kosten für die Endverbraucher liegen aber im internationalen Vergleich im unteren Mittelfeld. Die kommunale Wasserversorgung ist eine ganzheitliche, es wird Hochwasserschutz ,Quell- und Gewässerschutz betrieben. Zudem findet die Abwasserentsorgung auf dem Stand der Technik statt.

"Mit der Privatisierung der Wasserversorgung sind keine günstigeren Kosten für die Verbraucher garantiert", so Kossina. So wurde die Übertragung der Trinkwasserversorgung an einen privaten Versorger beispielsweise in Potsdam nach der Ankündigung drastischer Preiserhöhungen durch die Kommune rückabgewickelt.

Das Wiener Quellwasser weist im internationalen Vergleich Spitzenqualität auf. Die Grenzwerte liegen in Wien weit unter den von der EU festgelegten Werten.

Ziel dürfe also nicht sein, kurzfristige "Einsparungen" auf Kosten von späteren Generationen zu erreichen, so Kossina. "Manch eine momentan "billige" erscheinende Ausführung kann uns - wie wir alle wissen - teuer kommen". (Schluss)

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