ÖGB-NÖ unterstützt STOPP-GATS-Kampagne

Staudinger strebt gemeinsame Erklärung mit AK, Städtebund und Gemeindebund an

Wien (ÖGB/NÖ). In der heutigen Vorstandssitzung des ÖGB-Niederösterreich wurde der einstimmige Beschluss gefasst, die Initiative STOPP-GATS tatkräftig zu unterstützen. Die STOPP-GATS-Kampagne läuft bereits bundesweit. Einige ÖGB-Länderorganisationen haben sich bereits angeschlossen. "Mit GATS ist die Daseinsvorsorge in Gefahr. Durch dieses allgemeine Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen werden langfristig alle öffentlichen Dienstleistungssektoren, wie Gesundheit, Pensionen, Bildung, Wasserversorgung, Post, Strom und der öffentliche Verkehr privatisiert werden", warnt der Vorsitzende des ÖGB-NÖ, Josef Staudinger.++++

"Wir werden eine gemeinsame niederösterreichweite Erklärung mit AK, Städtebund und Gemeindebund anstreben, um unseren Teil beizutragen, diese Entwicklung zu stoppen", erklärt Staudinger weiter, denn die Erfahrung zeige, dass gewisse Dienstleistungen, die der Grundversorgung des Menschen dienen, besser von der öffentlichen Hand wahrgenommen werden. Wenn diese Daseinsvorsorge privatisiert würde, drohe die Vernachlässigung der Qualität der Grundversorgung der Bevölkerung. Man müsse aus Fehlern anderer lernen: "In den USA hat die Privatisierung der Trinkwasserversorgung zu einer Verdoppelung der Preise geführt und aufgrund der schlechten Wasserqualität stieg die Zahl von Erkrankungen um 200 Prozent!" "Es kann nicht sein, dass der Zugang zu den elementarsten Versorgungsleistungen nur mehr finanziell Bessergestellten möglich ist. GATS muss verhindert werden", appelliert Staudinger abschließend.

ÖGB, 21. Februar 2003
Nr. 091

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