VSStÖ: Gehrers Personalpolitik ist kleingeistig

Schiessl: Schwarz-blaue Kommissäre kontrollieren Universitäten

Wien (SK) "Die Teilnahme in Wolfgang-Schüssel-Fanclubs oder eine Tätigkeit in einem FPÖ-Ministerbüro qualifizieren offenbar automatisch zur Aufsicht über eine Universität", kritisiert Eva Schiessl, Bundesvorsitzende des VSStÖ. Die Besetzung der Uni-Räte durch Bildungsministerin Gehrer scheine "eine Vorleistung für die schwarz-blauen Regierungsverhandlungen" gewesen zu sein. Bei näherer Betrachtung zeige sich, wie genau sich ÖVP und FPÖ die Uni-Räte aufgeteilt hätten, so Schiessl. ****

So etwa an der Uni Wien: Der "obskure deutschnationale Burschenschafter" Friedrich Stefan und ÖVP-Proponent Karl Stoss stellen die schwarz-blaue Kontrolle sicher. Ähnliches an der Medizin-Uni Wien: Aldania-Burschenschafter Gerhard Pendl und Schüssel-Proponent Horst Seidler sind zwei von zwei Regierungs-Uniräten. An der Uni-Salzburg sind zwei von drei Regierungstickets mit deklarierten ÖVP-Mitgliedern bzw. Unterstützern belegt, am Mozarteum sind gleich 100 Prozent der von der Regierung ernannten Uni-Räte nebenbei im Schüssel-Komitee aktiv.

"Im Gegenzug sind alle, die ein kritisches Wort über das UG 2002 oder die Regierungspolitik verloren haben, fein säuberlich ausgespart", kritisiert die VSSTÖ. Bei Gehrers "kleingeistiger Personalpolitik" hätten auch ExpertInnen von außen kaum eine Chance gehabt. "Aber vielleicht beruhigt es den internationalen Anspruch der Bildungsministerin, dass einige der Burschenschafter in den Uni-Räten sich zumindest als Deutsche sehen", schließt Schiessl. (Schluss) wf/mm

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