Öl aus Alaska statt aus dem Irak?

Hamburg (OTS) - Im Nordwesten Alaskas kämpfen derzeit Energiewirtschaft und Naturschützer um eine besonders reiche Lagerstätte für Erdöl. Einer aktuellen Studie zufolge liegt unter dem umstrittenen Gebiet etwa ein Zehntel der Ölmenge, die man im Irak vermutet. Dies berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND in der aktuellen März-Ausgabe (EVT 24.02.2003) des Magazins.

Rund 2 Billionen Liter Erdöl - etwa 50 Prozent aller bisher bekannten Reserven der USA - sollen in der Region des National Petroleum Reserve-Alaska (NPRA) lagern. Dieses Gebiet, das mit einer Fläche von fast 100 000 Quadratkilometern etwa doppelt so groß wie Niedersachsen ist, wurde bereits 1923 als Förderareal ausgewiesen, aber bislang von der Industrie weitgehend ignoriert. Diese konzentrierte sich stattdessen auf eine Lagerstätte knapp 200 Kilometer weiter östlich: das Gebiet des Artic National Wildlife Refuge (ANWR). Anhaltende Proteste gegen Bohrungen sowie die Entdeckung der neuen Ölreserven verlagerten jetzt das Interesse der Industrie auf das Gebiet des NPRA.

Die dortigen Lagerstätten sollen allerdings verstreuter und tiefer im Boden liegen. Eine Erschließung wäre deshalb vergleichsweise teurer, würde sich aber für die Industrie lohnen, sobald der Preis auf 35 Dollar pro Barrel steigt. Im Februar wurde aufgrund der Konfrontation mit dem Irak bereits die 33-Dollar-Grenze durchbrochen. Amerikas Naturschützer rufen derweil erneut zum Widerstand auf - wie schon bei ihrem Kampf um das ANWR.

ots Originaltext: NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND

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