Nettig: Nordost-Umfahrung stärkt Standort Wien

"Ich bin sehr froh, dass sich nun auch die Wiener Stadtregierung endlich zur Notwendigkeit der von mir seit Jahren geforderten Nordost-Umfahrung Wiens bekennt" meint Walter Nettig, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, anlässlich der Entscheidung von Stadtrat Rudolf Schicker für eine Nordost-Umfahrung mit einer Untertunnelung des Nationalparks im Bereich der Lobau. Nettig betont, dass die neue Donaubrücke und die Nordost-Umfahrung Wiens nicht allein dem Transitverkehr zugute kommen werden. "Diese Infrastrukturprojekte sind vielmehr die Voraussetzung dafür, dass der Nordosten Wiens zu einem hochwertigen Wirtschaftsstandort ausgebaut werden kann." Denn auf Grund der bekannten Engpässe auf den bestehenden Donauquerungen geht die Betriebsansiedlung in den Bezirken 21 und 22 nur schleppend voran. Die Folge ist ein merkbarer Mangel an Arbeitsplätzen im Norden Wiens, während im Wiener Südraum bereits deutliche Anzeichen einer Überlastung zu bemerken sind.

"Die bevorstehende EU-Erweiterung wird neue Dynamik in die Region Wien bringen. Die neue Donauquerung und die Nordost-Umfahrung Wiens schaffen die Voraussetzungen dafür, dass die Wiener Wirtschaft die Chancen, die sich daraus ergeben, optimal nutzen kann." Einerseits werden die Betriebsstandorte im Norden und im Süden der Stadt optimal miteinander verknüpft. Andererseits werden mit der nun gewählten Trasse, die nicht an der Stadtgrenze, sondern über Wiener Stadtgebiet verlaufen wird, auch wichtige Betriebsstandorte optimal an das hochrangige Straßennetz angebunden.

In den kommenden Monaten muss nun rasch eine endgültige Entscheidung über den exakten Straßenverlauf und die technische Umsetzung getroffen werden. Die größtmögliche Schonung des Nationalparks muss dabei selbstverständlich sein. Dennoch drängt Nettig zur Eile:
"Angesichts der unmittelbar bevorstehenden EU-Erweiterung ist dieses Infrastrukturprojekt längst überfällig. Durch den positiven Ausgang der Strategischen Umweltprüfung erwarte ich mir nun eine umso raschere Abwicklung der weiteren Planungsschritte, ohne dass die grundsätzliche Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dieser Straße neuerlich in Frage gestellt wird."

Grundlage der Entscheidung war das Ergebnis einer so genannten "Strategischen Umweltprüfung" (SUP) für den Nordosten Wiens. In diesem Verfahren prüfte ein Expertenteam - zusammengesetzt aus Vertretern der Länder Wien und Niederösterreich, der Bezirke, zahlreicher Umweltorganisationen und der Wirtschaftskammer Wien -ein Jahr lang verschiedene Szenarien für die zukünftige Entwicklung der Bezirke 21 und 22. Ausgangspunkt aller Überlegungen war die starke Zunahme der Wohnbevölkerung, das gravierende Defizit an Arbeitsplätzen und der dadurch ausgelöste starke Pendlerverkehr. Nach zahlreichen Prognoseberechnungen und der Prüfung mehrerer Szenarien wurde im Rahmen dieser Strategischen Umweltprüfung festgestellt: Eine weitere Donauquerung südlich der Tangente und die Schließung des Autobahnrings im Norden und Osten Wiens sind unverzichtbar. Alle Prognoseberechnungen die im SUP-Verfahren durchgeführt wurden zeigten, dass der bereits angelaufene Ausbau des öffentlichen Verkehrs (Verlängerung U1 und U2) nicht ausreichen wird, um das zukünftige Verkehrsaufkommen zu bewältigen. "Damit wurde die Notwendigkeit ei-ner weiteren Donauquerung und der Nordost-Umfahrung Wiens endlich außer Streit gestellt", zeigt sich Nettig zufrieden.

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