FSG-Jugend: Außer Spesen, nichts gewesen, Herr Bundeskanzler!

Schüssel negiert den Wählerwillen ohne Wimpernzucken

Wien (FSG). Als Skandal bezeichnete heute, Freitag, der Bundesvorsitzende der Jugend in der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), Mario Lindner, die Entscheidung der ÖVP zu einer Regierung mit der FPÖ. "Schüssel geht damit eine Koalition mit einer Partei, die zwei Drittel ihrer WählerInnen verloren hat. Damit handelt er klar gegen den Wählerwillen. Und dann bezeichnet er gerade jene Partei, die vor wenigen Monaten die Koalition in die Luft fliegen ließ, als stabilen Partner. Und wer bleibt durch Schüssels Machtgier auf der Strecke? Selbstverständlich die Menschen in unserem Land", so Lindner.++++

Nicht unerwähnt lassen möchte Lindner, dass - den Berichten der Medien zufolge - auch die JVP-Chefin Silvia Fuhrmann für eine Koalition mit den Freiheitlichen gestimmt hat. "Für uns war von Silvia Fuhrmann nichts anderes zu erwarten als dass sie Ja zu den Freiheitlichen sagt, wenn dies auch ihr großer Mentor Schüssel macht. Schließlich muss man sich ja wohl etwas für ein Nationalratsmandat erkenntlich zeigen. Ein Eintreten für den Willen der Jugend und damit ein quer schießen gegen die allgemeine ÖVP-Linie ist da wohl nicht angebracht", so der Bundesvorsitzende. "Wir hätten uns von einer Jugendvertreterin etwas mehr erwartet."

Und Lindner abschließend: "Die Jugend in Österreich leidet nicht unter Politikverdrossenheit, aber unter Politikerverdrossenheit. Und wer kann ihnen das übel nehmen. Selten wurde ihnen derart anschaulich vor Augen geführt, wie wenig doch der Wählerwille geachtet wird."

FSG, 21. Februar 2003
Nr. 6

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