"Chancengleich" -Forderungsprogramm der Freiheitlichen Frauen

1.000 Euro Mindestlohn, Kindergeld ausweiten und begleitende Maßnahmen für die berufliche Tätigkeit von Müttern und Vätern

Wien, 2003-02-15 (fpd) - "Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern darf nicht nur ein leeres Schlagwort bleiben, die Politik muß die notwendigen Rahmenbedingungen dafür schaffen", erklärte heute die Bundessprecherin der initiative Freiheitliche Frauen (iFF), Oberösterreichs Frauen-Landesrätin Ursula Haubner, anläßlich der iFF-Generalversammlung in Salzburg. Sie präsentierte gemeinsam mit der Nationalratsabgeordneten Dr. Magda Bleckmann das Programm "Chancengleich" mit 10 Forderungen der iFF an die künftige Bundesregierung. ****

So sprechen sich die Freiheitlichen Frauen für 1.000 Euro Mindestlohn auf Basis eines Generalkollektivvertrages und für die steuerliche Entlastung kleinerer Einkommen bis 14.500 Euro jährlich aus. "Das würde die Einkommenssituation vieler Frauen verbessern", betonte Haubner.

Eine weitere wichtige Forderung ist die Erhöhung der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld und die Ausweitung auf Mehrlingsgeburten. "Begleitend dazu soll das qualitative und bedarfsgerechte Kinderbetreuungsangebot ausgebaut werden, um so die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern", erklärte Bleckmann. "Darüber hinaus sind familiengerechte Arbeitszeitmodelle für Mütter und Väter ein wesentlicher Beitrag, um die berufliche Chancengleichheit umzusetzen", ergänzte Haubner.

Die 10 Forderungen der iFF:

1. Steuerliche Entlastung kleinerer Einkommen bis 14.500 Euro/jährlich

2. 1.000 Euro Mindestlohn

3. Berufsorientierung, Berufswiedereinstieg, Qualifikation
- technische und "neue" Berufe
- Umstiegsprogramme/Bildungsscheck

4. Kinderbetreuungsgeld
- Erhöhung der Zuverdienstgrenze
- Ausweitung auf Mehrlingsgeburten
- Ausbau Kinderbetreuungsgeld in Absprache mit Ländern bis Schuleintritt/ Kinderbetreuungsscheck!

5. Qualitative und bedarfsgerechte Kinderbetreuungsangebote
- Unterstützung von Projekten wie altersgemischte Gruppen, Betriebsbetreuung, Schulkinderbetreuung, flexible Öffnungszeiten
- Sozialrechtliche Absicherung Tagesmütter

6. Familiengerechte Arbeitszeitmodelle für Mütter und Väter
- Teilzeitregelungen
- Intensivierung Familienaudit

7. Unternehmen Haushalt als Arbeitsplatzfaktor
- Lehrberuf Haus- und Betriebswirtschaft
- steuerliche Absetzbarkeit von Dienstleistungen im Haushalt

8. Kinder und Familien schützen
- Verbesserung des Opferschutzes und der Betreuung von Opfern sexueller Gewalt, Rechtsanspruch auf Therapie für Opfer

9. Programme zur Frauengesundheit - Gesundheit am Arbeitsplatz -Eßstörungen - österreichischer Frauengesundheitsbericht

10. Eigenständige Alterssicherung
- Möglichkeiten Arbeitnehmerinnen (ab 50) länger im Erwerb zu halten. - Anreize für Unternehmen und Arbeitnehmer/innen
- Harmonisierung der Pensionssysteme
- Bessere Anrechnung der Kindererziehungs- und Pflegezeiten von Familienangehörigen
- Harmonisierung der begünstigten Versicherung bei Pflege (ab Pflegestufe 3 sowohl Sozial- als auch Pensionsversicherung)
- Absicherung bei Trennung/Scheidung durch Versorgungsausgleich

"Politik für Menschen!" - in diesem Sinne werden wir freiheitlichen Frauen weiter konstruktiv an der Umsetzung unserer Forderungen arbeiten, so Haubner und Bleckmann abschließend. (Schluß)

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