LH Haider sieht sich in Kritik an Bankenkartell bestätigt

Wiedergutmachung gegenüber den Kunden durch den Lombard-Club unverzeichtbar

Klagenfurt (LPD) - Landeshauptmann Jörg Haider zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis von Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Lombard-Club, gegen den er im Vorjahr Strafanzeige erstattet hatte. Zahlreiche Bank-Bosse müssen nun vor Gericht.

Der Landeshauptmann sieht sich in seiner Rechtsansicht bestätigt, wonach seitens der österreichischen Banken gegen das Kartellrecht verstoßen worden ist und somit strafbares Verhalten von Spitzenbankern vorliegt. Es sei erfreulich, dass die Justiz unbeirrt von Bankenlobbys an der restlosen Aufklärung der Lombard-Affäre arbeite und die Schuldigen zur Verantwortung ziehe.

1997 hatte Haider erstmals mit einer Anzeige nach dem Tod des Bankiers Praschak die Sache um mutmaßliche Geheimabsprachen über Zinsen und Gebühren heimischer Banken ins Rollen gebracht. LH Haider hatte 2002 nach Verhängung einer Kartellstrafe durch die EU über acht österreichische Großbanken gegen diese Unternehmen wegen des Verdachts verbotener Zinsabsprachen und der Schädigung von Kunden Strafanzeige erstattet. Gleichzeitig forderte er eine Wiedergutmachung seitens der Nationalbank und den an den Absprachen beteiligten Banken. Den Schaden durch verbotene Zinsabsprachen bezifferte Haider mit vorsichtig geschätzten 7,3 Milliarden Euro und sprach in diesem Zusammenhang vom größten Wirtschaftsskandal der zweiten Republik. Der Vertrauensmißbrauch und die milliardenschwere Schädigung an Hunderttausenden Kunden müsse geahndet werden.

Kritik übte der Landeshauptmann daran, dass die Staatsanwaltschaft nach der klaren Verurteilung durch die EU nicht schon von sich aus tätig geworden ist sondern erst später im Zuge der Strafanzeige. (Schluss)

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