Die Technik-Strategie der Bahn

Berlin (OTS) - Anmoderation (Vorschlag):

Jeden Tag nutzen rund 4,5 Millionen Fahrgäste die Bahn. 37.000 Züge rollen täglich durch Deutschland. Die Zahlen verdeutlichen: Die Bahn ist groß und dazu noch ein komplexes System. Denn der Fahrplan ist eng verwoben. Und da spielt die Technik eine besondere Rolle. Schließlich geht es darum, einen kundenorientierten, sicheren und wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten. Um noch besser zu werden und auch für die Zukunft gut gerüstet zu sein, hat das Unternehmen eine Technik-Strategie entwickelt, mit der sie ehrgeizige Ziele verfolgt.

Text:

Die Ziele der Technik-Strategie lassen sich so zusammenfassen:
Die Qualität soll erhöht, die technischen Produktionskosten gleichzeitig reduziert werden.

Damit will die Bahn ihren Erfolg und die Akzeptanz am Markt steigern und die Wirtschaftlichkeit verbessern.

Drei Strategieprojekte sind für die nächsten 15 bis 20 Jahre geplant.

Eines davon betrifft den Bereich Fahrzeuge.

Der Technik-Vorstand der Bahn, Karl-Friedrich Rausch, erklärt wie:

O-Ton (ors09221) Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Technik Deutsche Bahn AG

Wir werden uns auf weniger Fahrzeugfamilien und weniger Fahrzeugtypen konzentrieren. Wir werden stärker in Modulen denken als in ganzen Zügen und wir werden die Schnittstellen zwischen den einzelnen Modulen industrieübergreifend definieren müssen, damit wir auf der Seite des Wettbewerbs sehr viele unterschiedliche Module bekommen, auswählen können und für unsere Kunden das beste Fahrzeug machen, das mit dem besten Preis angeboten wird.

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Verbessert werden soll auch der Bereich Fahrweg - und das betrifft: Gleise, Weichen, Brücken und Tunnel.

Die Fahrbahn gehört zu den größten Kostenblöcken der Bahn. Standardisierung und Qualitätsverbesserung sollen Kosten einsparen helfen.

Ein weiterer Aufgabenbereich des Technik-Ressorts der Bahn ist die Leit- und Sicherungstechnik - kurz LST. Das System umfasst unter anderem 150.000 Signale, 26.000 Bahnübergänge und 6.400 Stellwerke.

Die LST verursacht jährlich rund 3 Milliarden Euro Kosten - etwa die Hälfte der Investitionen in das Netz. Eine weitere Entwicklung hierbei ist die Ausrüstung von rund 3.300 Streckenkilometern mit der Technik des European Train Control Systems, einem europäischen Standard.

O-Ton (ors09222) Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Technik Deutsche Bahn AG

Das ist genau dieses europäische Leit- und Sicherheitssystem der Zukunft, in das wir hinein migrieren müssen, was alle neuen Strecken in Europa angeht. Die Hochgeschwindigkeitsstrecken werden mit diesem System ausgerüstet werden. Zur Zeit arbeiten wir auf einer Teststrecke zwischen Berlin und Halle und Leipzig in den Testverfahren mit der Industrie. Wir wollen das Ende 2004 in Probebetrieb übernehmen, dort Stück für Stück Tests machen, Züge umrüsten, um dann letztendlich in mehreren Staaten Europas dieses neue System einführen zu können.

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Die Voraussetzung für ETCS ist allerdings die Einführung des Kommunikations-Systems GSM-Rail - dem Global System for Mobile Communication - Rail für Züge.

Das bedeutet den Wechsel von bisher analogem Zugfunk zum Digitalen.

Beides ETCS und GSM-Rail sorgt dann für einen reibungslosen, grenzüberschreitenden Verkehr.

Die Bahn hat sich viel vorgenommen. Doch das große Ziel bleibt, die Technik-Strategie bis zum Jahr 2015 weitgehend umzusetzen.

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ors Originaltext: Deutsche Bahn AG

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