Geburten in Kärnten: Trunk fordert Ausbau der Betriebskindergärten

Trunk: "Wir müssen dem Österreichweit stärksten Geburtenminus entgegenwirken, positive Beispiele in Europa gibt es genug!"

Klagenfurt (SP-KTN) - Die Vorsitzende der Kärntner SP-Frauen, NR Melitta Trunk bezeichnete heute das Österreichweit stärkste Geburtenminus (Minus 3,3 % gegenüber dem Vorjahr) in Kärnten, als deutliches Signal dafür, dass Maßnahmen gerade am Kinderbetreuungssektor dringend notwendig und bisher unzureichend umgesetzt worden sind. "Die Kärntner Familienförderungen und das Kindergeld sind einfach zuwenig nachhaltige Konzepte", so Trunk.

Einen wichtigen Schritt für die Steigerung der Geburtenrate sieht die Vorsitzende der SP-Frauen auch im Umdenken in der Kinderbetreuung. "Referent Dörfler muss endlich umdenken", so Trunk. Es gäbe dringenden Bedarf bei den Kinderbetreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. "LR Dörfler vergisst auf die Kleinstkinder ebenso wie auf die Schülerinnen und Schüler, für die ein Ausbau der Nachmittagsbetreuung bis 14 Jahre nötig wäre", kritisiert Trunk.

Einen wichtigen Schritt in der Kinderbetreuung sieht Trunk auch im weiteren Ausbau der Betriebskindergärten. "In skandinavischen Ländern aber auch in Deutschland hat sich diese Modell absolut bewährt", so Trunk. Es gäbe zahlreiche Vorteile solcher Einrichtungen. Die Eltern profitieren von den Öffnungszeiten, die an die Arbeitszeiten angepasst sind, den Wegstrecken zum und vom Kindergarten, die entfallen und von der Nähe zu ihren Kindern.

Trunk stellte fest, dass der Kinderscheck für viele Frauen ein "Erwachen mit Schrecken" gewesen sei und viele Frauen in die Armutsfalle getrieben habe zudem sei die dramatische Arbeitsmarktsituation und die Angst um den eigenen Arbeitsplatz gekommen. "Es gibt genug positive Beispiele, wie Dänemark oder Schweden, an denen sich das Land Kärnten orientieren könnte, wie man es besser macht", empfiehlt die Frauenvorsitzende dem zuständigen Referenten Dörfler, endlich einmal über den freiheitlichen Tellerrand zu blicken und sich über positive Beispiele in anderen Ländern zu informieren. (Schluss)

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