FP-Madejski: VP-Görg betätigt sich als Totengräber des Welterbeprädikats!

Welche Rolle spielte Görg wirklich???

Wien, 14-02-2003 (fpd) - "Als empörend, entlarvend und entbehrlich" bezeichnete heute der Planungssprecher der Wiener Freiheitlichen, LAbg. GR Dr. Herbert Madejski die Aussagen von Ex-Stadtrat Dr. Bernhard Görg bezüglich dessen Empfehlung in der Causa Wien-Mitte.

Görg werde in der heutigen Presse mit den Feststellungen zitiert, daß er an Schickers Stelle den Betreibern von Wien-Mitte weder Höhen abkaufen noch Ersatzflächen schaffen würde. Auch die Feststellungen Görgs, wonach das Welterbeprädikat für ihn ohnehin nur zweitrangig wäre, erzürnte Madejski.
Der freiheitliche Planungssprecher erinnerte Görg daran, daß das "Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturgutes der Welt" ein Staatsvertrag sei, der 1993 ins innerstaatliche Recht übergegangen ist. Ex-Stadtrat Görg, ein vereidigter Politiker, habe sich zu den Bestimmungen dieses Vertrages und den daraus resultierenden gesetzlichen Bestimmungen zu bekennen.

Madejski ortete im Zusammenhang mit den Aussagen Görgs jedenfalls dessen gestörtes Verhältnis zur Planungspolitik und seinen Versäumnissen im Verlauf seiner Tätigkeit als Wiener Stadtrat für Planung und Zukunft.
"Nicht zuletzt die gemeinderätliche Untersuchungskommission habe gezeigt, daß nahezu alle Flächenwidmungsmalversationen, die im Zuge der Untersuchungskommission ein eindeutiges Sittenbild zutage treten ließen, auf die politische Verantwortlichkeit Görgs zurückzuführen seien."

Madejski stellte vor dem Hintergrund der laufenden Wien-Mitte Debatte auch die Frage, warum die sich auch der Name Vokaun auf der Liste der Wien-Mitte Bauprojekt Management GmbH bei einer internationalen Immobilien-Fachmesse (MIPIM 2001) in Cannes wiederfand. OSR Vokaun, dessen zweifelhaftes Zusammenspiel mit dem ehemaligen Referenten von Stadtrat Görg, Hrn. Dr. Christian, während der Untersuchungskommission offenkundig wurde, war offenbar als Vertreter der Wien-Mitte Ges.m.b.H. ebenfalls in die leidliche Causa involviert und Görg täte besser daran diese dunklen Umstände seiner Regierungszeit aufzuklären, als sich - in trauter Zweisamkeit mit Stadtrat Schicker und den Rathaussozialisten - als Totengräber des Weltkulturerbeprädikats zu profilieren.

Sympathien könnte er alleine dadurch gewinnen, wenn er endlich zugeben würde: "Jawohl, es sind Fehler passiert und ich trage dafür auch die Mitverantwortung", so Madejski abschließend in Richtung Dr. Bernhard Görg. (Schluß) jen

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