Pharmig - Ja zu offensiver Gesundheitspolitik

Beitragserhöhungen sind auch eine Chance, den PatientInnen mehr und bessere Therapien anzubieten.

Wien (OTS) - Je schneller neue Medikamente nach Österreich kommen, umso mehr erspart sich Österreich.

Die Pharmig begrüßt die sich abzeichnende Wende zu einer offensiven Gesundheitspolitik. Durch eine zumutbare Erhöhung von Beiträgen zur Krankenkasse würde zusätzliches Geld in das Gesundheitssystem gepumpt werden, das dann für innovative Therapien zur Verfügung stehen würde.

Mit höheren Beiträgen könnte der rasche Zugang österreichischer PatientInnen zu innovativen Medikamenten sicher gestellt werden. Das sei heute keineswegs immer der Fall. Wie dringend notwendig aber der Anschluss an den Fortschritt sei, zeige die Tatsache, dass zwar 30.000 Krankheitsbilder in der Medizin bekannt seien, davon aber erst 12.000 behandelbar seien.

Eine offensive Gesundheitspolitik würde auch die Möglichkeit eröffnen, MIT Arzneimitteln zu sparen, statt AN Arzneimitteln. "Jeder zusätzliche Euro, der sinnvoll für Medikamente ausgegeben wird, bringt im Spitalssektor 3,5 Euro Einsparungen!", sagte heute Erhard P. Geisler, Geschäftsführer des Pharmaverbandes Pharmig. Deshalb sei zu überlegen, ob es sich Österreich weiter leisten könne, PatientInnen neue Therapien oft monatelang vorzuenthalten, während Billigtherapien ohne Neuigkeitswert sofort zur Verfügung stünden.

"Die Pharmig fordert dabei aber keineswegs Traumpreise für Medikamente, sondern vernünftige EU-Durchschnittspreise für die kommenden innovativen Medikamente" fügte Geisler hinzu. Mit einer solchen Preispolitik könnte der rasche Zugang der Österreicher zu diesen Therapien sicher gestellt werden. Denn es liege auf der Hand, dass innovative Medikamente erst zum Schluss in Niedrigpreisländer kämen.

Neue Medikamente stellen schon heute den größten Teil des medizinischen Fortschritts dar. Eine Abkehr von der bisherigen defensiven Gesundheitspolitik und eine offensive Beschaffung innovativer Therapien zu vernünftigen Kosten ist ein Gebot der Stunde.

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