ARBÖ: Regierung soll Termin für schwefelarme Treibstoffe vorziehen

ARBÖ-Generalsekretär Dr. Hellar: "Ohne Gesetz geht es nicht."

Wien (OTS) - Statt unter dem Deckmantel "Ökosteuer" die Autofahrer zur Kassa zu bitten, sollte eine umweltbewusste Regierung rasch Taten setzen und die Einführung schwefelarmer Treibstoffe in Österreich vorziehen. "Das geht nur über eine gesetzliche Regelung", unterstreicht ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar. Die Autofahrer sollen so rasch als möglich, und nicht erst ab 2005, auch in Österreich die Möglichkeit haben, umweltschonende Treibstoffe zu kaufen. Ohne entschlossenes Handeln der Regierung wird die Mineralölindustrie die nötigen Investitionen nicht früher realisieren, gibt der ARBÖ zu bedenken.

Eine EU-Richtlinie schreibt den Verkauf schwefelarmer Treibstoffe erst ab dem Jahr 2005 vor. Mit einem Vorziehen dieses Termins würde Österreich verlorenes Terrain aufholen. Der ARBÖ erinnert in diesem Zusammenhang an die Vorreiterrolle Österreichs bei der Einführung des Katalysators unter sozialdemokratischer Regierung. Dem entschlossenen Handeln des damaligen Umweltministers, und heutigen ARBÖ-Ehrenpäsident, Dr. Kurt Steyrer ist es zu verdanken, dass in Österreich 1985 die Katalysatorenpflicht beschlossen und europaweit neue Maßstäbe gesetzt wurden. Rasch entschwefeln und entbleien lautete 1985 die Devise bei der Einführung unverbleiten Normalbenzins. "Erst vor kurzem wurde in Österreich gefeiert, dass es seit 10 Jahren kein verbleites Benzin mehr gibt", unterstreicht der ARBÖ-Generalsekretär.

Zur prüfen seien zudem steuerliche Anreize für den Verbrauch schwefelarmer Kraftstoffe nach dem deutschem Modell. Im Nachbarland ist schwefelarmer Kraftstoff billiger zu haben, als schwefelhältiger.

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