Sima zu Pestizid-Paprika: "Wann wird Ernährungsagentur so weit sein, um Konsumenten zu schützen?"

"Offenlegung von Lebensmittelsündern unerlässlich!"

Wien (SK) Als "schockierend" bezeichnete SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima die Aussagen der Geschäftsführerin der Ernährungsagentur, Christine Weber, im heutigen "Standard" zum Thema Pestizid-Paprikas, wonach die Agentur nach einem Jahr ihrer Gründung "noch nicht so weit wäre", um die Giftbelastung aufzudecken. Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hat bei Untersuchungen von spanischen Paprika erneut Pestizidbelastung entdeckt, im Schnitt war jede Probe mit bis zu sieben unterschiedlichen Pestiziden belastet. "Es stellt sich wohl die berechtigte Frage, was die mit über 55 Millionen Euro ausgestattete Agentur überhaupt zur Lebensmittelsicherheit beiträgt, wenn es immer wieder die NGOs sind, die die Lebensmittelskandale ins Rollen bringen und die dafür zuständige staatliche Stelle lediglich an 'Unternehmenskonzepten' arbeitet, wie Weber im ‚Standard' betont", so Sima entsetzt. Es sei mehr als bezeichnend, dass NGOs, die auf freiwillige Spenden angewiesen sind, die Information der Bevölkerung übernehmen, während die aus Steuergeldern finanzierte Agentur auch nach einem Jahr dazu ganz offensichtlich noch immer nicht in der Lage sei. ****

Zudem kritisiert Sima die bestehende Gesetzeslage, dernach Grenzwertüberschreitungen nicht an die Öffentlichkeit weitergegeben werden dürfen: "Es ist doch absurd, dass die KonsumentInnen zwar für Lebensmitteluntersuchungen zur Kassa gebeten werden, aus Datenschutzgründen aber die Lebensmittelsünder nicht bekannt gegeben werden", ärgert sich Sima. Das gelte ebenso für Verunreinigungen mit gentechnisch veränderten Organismen, auch in so einem Fall werde weiterhin der Mantel des Schweigens ausgebreitet. "Dies ist ein unhaltbarerer Zustand und muss endlich geändert werden. Im Wiederholungsfall müssen die Namen von Firmen veröffentlicht werden. Die SPÖ hat dazu bereits etliche Anträge im Parlament eingebracht, ÖVP und FPÖ haben jedoch bislang eine Änderung zum Schutze der KonsumentInnen stets verhindert", so Sima abschließend. (Schluss) ns/mp

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