Rauch-Kallat: Politik soll Wahlfreiheit für Frauen ermöglichen

ÖVP-Studie beleuchtet Anforderungen der Frauen an die Politik

Wien, 13. Februar 2003 (ÖVP-PK) "Eine zukunftsorientierte Frauenpolitik braucht politische Antworten auf die veränderten Lebenswelten von Frauen und Männern", sagte heute, Donnerstag, Abg. z. NR, ÖVP-Generalsekretärin und ÖVP-Frauenchefin Maria Rauch-Kallat beim ÖVP-Zukunftsgespräch "Die Chance ist weiblich", an dem u.a. Außenministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner, Generaldirektorin der Statistik Austria Dr. Gabriela Petrovic, Abg. z. NR Ingrid Wendl und Dr. Kathrin Gürtler teilnahmen. "Uns geht es darum, der Frauenpolitik in Österreich eine neue Orientierung zu geben", so Rauch-Kallat weiter. Die Notwendigkeit einer solchen neuen Qualität der Frauenpolitik unterstreiche eine aktuelle Studie der Volkspartei.****

"Die bei der Studie gewonnenen Erkenntnisse machen deutlich, dass nicht nur das 'Was' - also die Inhalte der Politik -, sondern auch das 'Wie', d.h. der politische Stil, mehr den Sichtweisen und Anliegen der Frauen entsprechen müssen. Frauen ziehen die politische Mitgestaltung in verschiedenen Lebensbereichen einer 'traditionellen' Frauenpolitik vor", so Rauch-Kallat. An der Studie haben rund 200 Frauen unterschiedlichster Alters- und Berufsgruppen aus ganz Österreich mitgearbeitet.

Die zentralen Ergebnisse der Studie:

Politik kann niemandem die Entscheidung "Familie und/oder Karriere?" abnehmen.
Frauen erwarten sich aber von einer vernünftigen Politik sichere Rahmenbedingungen für die notwendige Wahlfreiheit. Dahinter steht u.a. die Angst, als Frau mit Kind(ern) im Berufsleben als unzuverlässig abgestempelt zu werden. Als Extrem werden sogar oft die Existenz von Kindern gegenüber Arbeitskolleg/innen verschwiegen. Die Österreicherinnen wollen immer weniger eine Politik für Frauen, sondern vielmehr eine von Frauen gemachte Politik.
Die Österreicherinnen wünschen sich mehr junge Frauen im politischen Geschehen.
Als für sich wichtigste politische Ebene sehen Frauen die Kommunalpolitik, da die persönliche Mitgestaltung dort besonders direkt und unmittelbar erlebt werden kann.
Von der Bundespolitik wünschen sich die Frauen die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen für persönliche Lebensentscheidungen. Politik soll verstärkt auf einzelne Lebensphasen von Frauen eingehen und entsprechende Wahlmöglichkeiten schaffen.
Politik soll Orientierung geben und Leitbilder aufzeigen - sie soll sich aber nicht in das Privatleben einmischen.

Rauch-Kallat: "Wir verstehen unser Frauenleitbild nicht als statisch, es muss vielmehr laufend verändert und angepasst werden." Nun gelte es, das Leitbild umzusetzen. Die ÖVP-Frauen verstünden sich als ein Forum für Frauenanliegen und ein Netzwerk für gegenseitige Unterstützung, betonte die Frauenchefin und lud die anwesenden Frauen ein, die bestehenden Netzwerke zu nutzen und sich einzubringen. "Schließlich beginnt die Veränderung bei uns selbst", schloss Rauch-Kallat.

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