Interreg IIIA: "Wasser" ist ein zentrales Thema

LH Sausgruber: Nachhaltige Wasserbewirtschaftung mit mehr als einer halben Million Euro EU-Mittel gefördert

Bregenz (VLK) – Knapp vier Millionen Euro EU-Fördermittel wurden bisher für 38 Projekte im Rahmen des EU Programms "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein" vergeben. Gut 600.000 Euro
fließen davon in Projekte für die nachhaltige
Bewirtschaftung von Wasser, berichtet Landeshauptmann
Herbert Sausgruber. Sausgruber: "Das ist ein
eindrucksvoller Beweis für die große Attraktivität des Interreg-Programms "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein", gerade
im Jahr 2003, das von den Vereinten Nationen zum "Jahr des
Wassers" erklärt wurde." ****

Diese Interreg-Projekte zeigen die Bedeutung des
Wasserreichtums für die Bodenseeregion auf und helfen, ihn
auch für die nachfolgenden Generationen zu sichern:

- Die IGKB (Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee) formuliert Strategien: Im Rahmen der "IGKB-Bilanz
2000" wird der gegenwärtige Zustand des Bodensees und
seines Einzugsgebietes aufgezeigt und zukünftige Aufgaben festgelegt.

- Der Gewässerschutz am Bodensee wird weiter vernetzt:
"BOWIS" (Bodensee-Wasserinformationssystem) nennt sich ein
Projekt, mit dessen Hilfe ein umfassendes
Datenmanagementsystem für Bodensee-Wasserinformationen
erstellt werden soll. Ziel ist es, neben der laufenden Datenerfassung und -aktualisierung auch die
Datenverknüpfung und -bereitstellung einzuschließen.

- Der Zustand des Ökosystems Seeboden im Bodensee wird
untersucht: Mit dem Projekt "Bodensee-Untersuchung-Seeboden
(BUS)" soll der Zustand des Ökosystems im Bodensee bewertet
und aktualisiert werden. Im dreijährigen
Untersuchungszeitraum ist an 50 Stationen in allen
Teilbecken des Bodensees die Entnahme von 250
Sedimentkernen geplant. Die gewonnenen Daten sollen eine
Grundlage für künftige Gewässerschutzkonzeptionen liefern.

- Das Geschiebeverhalten von Alpenrhein und seiner Zuflüsse
wird erfasst: Ein neues Geschiebebewirtschaftungskonzept
soll Feststoffdefizite und -überschüsse durch künstliche Geschiebezugaben bzw. -entnahmen ausgleichen helfen und
damit ein dynamisches Sohlengleichgewicht hergestellt
werden. Die Internationale Regierungskommission Alpenrhein
will dazu umfassende Daten über den Alpenrhein und seine
Zuflüsse erarbeiten.

Fördergebiet und Ansprechpartner

Zum Fördergebiet gehören auf deutscher Seite der
Bodenseekreis, die kreisfreie Stadt Kempten, die Landkreise Konstanz, Lindau, Oberallgäu, und Ravensburg, der Schwarzwald-Baar-Kreis, sowie die Landkreise Sigmaringen,
Tuttlingen und Waldshut. Österreich ist durch das Land
Vorarlberg beteiligt. Zum Programmgebiet gehören ferner das Fürstentum Liechtenstein und in der Schweiz die Kantone
Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden,
Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und
Zürich.

Sausgruber: "Das Interreg IIIA-Programm leistet einen
wichtigen Beitrag zu einer ausgewogenen wirtschaftlichen,
sozialen, kulturellen und ökologischen Entwicklung in den Grenzgebieten", sagt der Landeshauptmann. Zugleich wies er
darauf hin, dass die EU-Kommission aus dem Europäischen
Fonds für regionale Entwicklung 17,5 Millionen Euro und der Schweizer Bund 3,1 Millionen Euro dem Programmgebiet "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein" zur Verfügung stellen.

Förderanträge können sowohl von privaten Personen oder Institutionen als auch von juristischen Personen oder
öffentlichen Trägern bei den zuständigen nationalen Netzwerkstellen gestellt werden. Ansprechpartner in
Vorarlberg ist das Amt der Vorarlberger Landesregierung,
Elisabeth Stefani, Römerstraße 15, A-6900 Bregenz, Telefon 05574/511-20312, Telefax –20295, E-Mail: land@vorarlberg.at (ug,nvl)

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