GRAS an Gehrer: "Packen Sie das Propagandahorn wieder ein!"

Katastrophale Auswirkungen der Studiengebühren auf die Situation der StudentInnen werden von Gehrer vertuscht. Frauenanteil bei ProfessorInnen mit 6,8 % verschwindend gering.

Wien (OTS) - "BM Elisabeth Gehrer wird nicht müde, gebetsmühlenartig die Misserfolge ihrer Bildungspolitik in vermeintliche Erfolge umzudeuteln. Der von Gehrer beschworene nachhaltige Effekt von Studiengebühren besteht in Ausschluss und Vertreibung der Studierenden von den Universitäten", stellt GRAS-Sprecher Joe Frey in einer ersten Reaktion auf die heutige Aussendung richtig. Frey: "Was werden sich jene Studierende bei derartigen Stellungnahmen denken, die aufgrund der unsozialen Beiträge ihr Studium abgebrochen bzw. erst gar nicht begonnen haben?" "Gehrer soll sich nicht als Anwältin der Interessen Studierender gebärden. Vielmehr müsste sie sich für den bildungspolitischen Horror der letzten Jahre bei uns kniefälligst entschuldigen", fordert der GRAS-Sprecher.

Der Frauenanteil unter den ProfessorInnen ist mit 6,8 % nach wie vor verschwindend gering. Die steigende Absolventinnenzahl ist selbstverständlich motivierend, entspricht aber dem Verhältnis von Männern zu Frauen in der österreichischen Bevölkerung. "Endlich sind im Bereich der Studierenden und AbsolventInnen erfreuliche Verhältnisse eingetreten. Diese positive Entwicklung ist auf den freien Hochschulzugang vor Einführung der unsäglichen Studiengebühren zurück zu führen", erklärt GRAS-Sprecherin Andrea Puslednik. Und weiter: "Dass sich Gehrer diesen ‚Erfolg' auf ihre Fahnen heftet, ist anmaßend und höchst unseriös." Gehrer habe es verabsäumt, durch effektive Frauenförderung an den Universitäten das Fortkommen von Wissenschafterinnen zu forcieren. "Wenn Gehrer ins Propagandahorn bläst, hört ohnehin niemand mehr hin", schließt GRAS-Sprecher Joe Frey.

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