DVD/Video-Home Entertainment bedeutendste Filmauswertungsstufe

Hamburg (OTS) - Wie die Zahlen des GfK-Konsumentenpanels für das Jahr 2002 belegen, erreicht der Videogesamtmarktumsatz in Deutschland im dritten Jahr hintereinander neue Rekordumsätze. So konnten mit dem Verkauf und der Vermietung von DVD und VHS-Bildträgern im vergangenen Jahr der Rekordumsatz von insgesamt Euro 1,4 Mrd. erwirtschaftet werden. Das entspricht einer Gesamtmarktsteigerung von 22,1% und übertrifft das Kinoeinspielergebnis aus dem gleichen Zeitraum (nach Angaben der Filmförderungsanstalt Euro 960 Mio.), um Euro 440 Mio. oder 45,8%. Der Home Entertainment Markt beweist somit ein weiteres mal, dass er die umsatzstärkste Filmauswertungsstufe darstellt und die z.T. wegbrechenden Einnahmen anderer Auswertungsstufen (wie z.B. TV) ausgleichen kann.

Diese Zuwächse führen zu einer enormen Steigerung der Video-Programmanbieterabgabe. Mit einem Ergebnis von ca. Euro 15 Mio. wird sich die Filmabgabe der Videoindustrie gegenüber 2001 (Euro 10 Mio.) um weitere 50% erhöhen und im Vergleich zu 2000 (Euro 7 Mio.) sogar mehr als verdoppeln.

Analysiert man den Videokaufmarkt, sind die Ergebnisse besonders eindrucksvoll. Der Umsatz aus dem Verkauf von DVDs und VHS-Kassetten ist in diesem Jahr um weitere 31,7% auf Euro 1.040,8 Mio. gestiegen (von Euro 790,4 Mio. in 2001), was in erster Linie auf den weiterhin stark ansteigenden Absatz von DVDs zurückzuführen ist. Der erwirtschaftete Umsatz digitaler Bildträger ist von Euro 406,7 Mio. in 2001 um 75% auf nunmehr Euro 713,3 Mio. gestiegen. Damit übertrifft der Erlös aus dem DVD-Verkauf das VHS-Kaufkassettengeschäft (Euro 327,5 Mio.) um 117,8%. Der Rückgang des VHS-Verkaufumsatzes in Höhe von -14,6% (von Euro 383,6 Mio. in 2001) wird somit um ein Vielfaches kompensiert. Bei insgesamt 64,1 Mio. verkauften Bildtonträgern ist mittlerweile weit mehr als jeder zweite (55,4%) eine DVD, die auch für zwei Drittel des gesamten Verkaufumsatzes (68,5%) sorgen.

Die Entwicklungen im Videovermietmarkt werden von der Branche insgesamt ebenfalls als erfreulich beurteilt. Mit einem Verleihumsatz von Euro 358,6 Mio. trugen die Videotheken zu einem Viertel (25,6%) des gesamten Branchenumsatzes bei. Mit 130,6 Mio. Verleihvorgängen in 2002 konnte das hohe Niveau des Vorjahres (134,3 Mio. ) zwar nicht ganz gehalten werden, doch der Verleihumsatz konnte einen Anstieg um 0,7% verzeichnen. Während sich die Videothekenkunden immer seltener (-33,7%) VHS-Kassetten mit nach Hause nahmen (79 Mio. VHS-Vermietungen gegenüber 119,3 Mio. in 2001), hat sich die DVD-Vermietung von 15 Mio. in 2001 auf 51,5 Mio. Vorgänge mehr als verdreifacht (243,6%).

ots Originaltext: BUNDESVERBAND AUDIOVISUELLE MEDIEN

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