FSG-Frauen: Krieg im Irak hilft Bevölkerung nicht

Österreich muss sich von jeder Beteiligung fernhalten

Wien (FSG) Erika Nussgraber-Schnabl, Bundesfrauenvorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen im ÖGB, spricht sich im Namen der FSG-Frauen vehement gegen einen möglichen US-Krieg im Irak aus.++++

Die österreichische Gewerkschaftsbewegung setzt sich in ihren Statuten für die Sicherung des Weltfriedens und die Bewahrung der Neutralität unseres Landes ein. Für die sozialdemokratischen Gewerkschafterinnen kann Krieg niemals eine Lösung für Konflikte sein. "Ein Krieg wird den Menschen im Irak nicht helfen, er wird nichts zur Errichtung einer Demokratie beitragen", sagt Nussgraber-Schnabl. "Kriege haben immer wirtschaftliche Interessen im Hintergrund. Die wirtschaftlichen Interessen der USA dürfen nicht über der Katastrophe am irakischen Volk stehen, die ein militärischer Konflikt unweigerlich mit sich bringen würde." Es gibt international, auf UNO-Ebene, eine Reihe von friedlichen Konfliktlösungsmechanismen, beispielsweise Beschlüsse des UNO-Sicherheitsrates. Die FSG-Frauen vertreten die Ansicht, dass sich alle Beteiligten an die Beschlüsse halten müssen, der Irak genauso wie die USA oder Großbritannien. Die FSG-Frauen fordern die Mitglieder der Österreichischen Bundesregierung auf, sich von jeder Beteiligung an der Kriegspolitik fernzuhalten und militärische Überflüge sowie eine Durchfuhr von Kriegsmaterial bzw. Armeepersonal über und durch Österreich nicht zu genehmigen.

Die FSG-Frauen befürworten und unterstützen die weltweiten Protestmaßnahmen, die unter anderem für den 15. Februar geplant sind. "Wir treten für einen Stopp der Kriegsvorbereitungen ein und fordern neue internationale Initiativen für die friedliche Lösung des Konfliktes." Die FSG-Frauen werden sich daher dem Gewerkschatfsblock anschließen, der sich am 14. 2. am Westbahnhof/Europaplatz trifft.

FSG, 13. Februar 2003
Nr. 004

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