Schicker zu ICOMOS: "Kritische, aber faire Stellungnahme"

Verhandlungen jetzt in Ruhe weiterführen

Wien (OTS) - Als eine "zwar sehr kritische, aber faire" Stellungnahme bezeichnete Wiens Planungsstadtrat Rudolf Schicker die Aussagen des Präsidenten von ICOMOS Österreich, Prof. Lipp zum Projekt Wien Mitte am Mittwoch. Es sei erfreulich, dass nach UNESCO und ICOMOS International auch das nationale ICOMOS-Komitee die Bemühungen der Stadt Wien, das Prädikat Weltkulturerbe und das Projekt Wien Mitte kompatibel zu gestalten, anerkenne. "Wien will selbstverständlich das Prädikat Weltkulturerbe erhalten, sonst hätten wir uns auch seinerzeit gar nicht darum beworben", unterstrich Schicker.****

Allerdings müsse auch das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit weiter Beachtung finden. "Die Investoren haben eine gültige Baubewilligung, die Empfehlung von ICOMOS Österreich zu einer generellen Neuplanung kann daher nur an die Bauträger gerichtet sein", so Schicker. Heftig kritisierte Schicker in diesem Zusammenhang die Aussagen von Prof. Posch. "Posch ist Städtebau-Experte und nicht Verfassungsjurist. Schon seine Vergleiche Wiens mit dem Taliban-Regime haben ihn seinerzeit disqualifiziert", so Schicker.

Wien führe bereits intensive Gespräche mit den Investoren, um zu einer für alle tragfähigen Lösung zu finden. Jetzt gehe es vorrangig darum, die Gespräche auf fachlicher und technischer Ebene in Ruhe weiterzuführen. "Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird und die UNESCO eine Kulturhauptstadt von internationalem Rang, wie Wien es ist, nicht auf die "rote Liste" setzt, weil das auch für die Reputation der Welterbeliste nicht unbedingt zuträglich wäre", schloss Schicker. (Schluss) gb

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Gaby Berauschek
Tel.: 4000/81 414
gab@gsv.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0013