Rudolf Kaske: Fasslabend will vom Regierungsversagen in der Arbeitsmarktpolitik ablenken

Billige und unrichtige Kritik hilft weder Arbeitslosen noch dem AMS

Wien (HGPD/ÖGB). "ÖAAB-Obmann Fasslabend müsste eigentlich wissen, dass die Strukturprobleme des österreichischen Arbeitsmarktes nicht vom AMS, sondern von der Regierung zu verantworten sind", weist Rudolf Kaske, Sprecher der ArbeitnehmervertreterInnen im Verwaltungsrat des AMS, die Kritik Fasslabends am AMS und seinem Vorstandsvorsitzenden zurück. "Die Schwierigkeiten des Wiener AMS gehen auf einen eklatanten Personalmangel zurück. Die Ursache dafür ist einfach ein zu geringes Budget des AMS für seinen Personal- und Sachaufwand. Trotzdem gilt das AMS Österreich als benchmark in der Europäischen Union bei Effizienz und Effektivität der öffentlichen Arbeitsmarktdienstleister". Für Kaske sind die Angriffe Fasslabends auf das AMS und seine Führungskräfte ein billiges Ablenkungsmanöver vom Versagen der Bundesregierung in der Arbeitsmarktpolitik.++++

Die dramatische Arbeitsmarktentwicklung und Strukturprobleme am Arbeitsmarkt wie die stark steigende Jugendarbeitslosigkeit, die deutliche Benachteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt oder die Beschäftigungsprobleme für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind von der Bundesregierung zu verantworten. Die Bundesregierung und nicht das AMS trägt die Verantwortung dafür, dass Österreich mittlerweile Schlusslicht in der Union ist, was die Beschäftigungs-und Arbeitslosigkeitsentwicklung angeht, stellt Kaske klar.

2002 wurden rund 80.000 AMS-Schulungen mehr als im Jahr 2001 bei gleichbleibendem Budget registriert. Das zeigt deutlich die Leistungskraft des AMS und seiner Führung.

Der Verwaltungsrat des AMS, also die Arbeitnehmervertreter, die Vertreter der Regierung und die Arbeitgebervertreter im AMS-Verwaltungsrat sind einer Meinung, dass das AMS angesichts der aktuellen Arbeitsmarktkrise zuwenig Personal hat. Dafür ist wiederum die Regierung verantwortlich, weil diese das Budget des AMS für sein Personal festlegt und seit mehreren Jahren nicht erhöht hat. So fehlen alleine im AMS Wien mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Tatsache kann auch mit der unrichtigen Behauptung, es würden sich 70 Mitarbeiter des AMS Wien im Dauerkrankenstand befinden, nicht aus der Welt geschafft werden. Richtig ist, dass dem AMS Wien viel Arbeitskapazität durch Krankenstände verloren geht -für Kaske zu einem guten Teil eine Folge der Überlastung der AMS-Beschäftigten. Hier muss Abhilfe geschaffen werden, verlangt Kaske und fordert rasch mehr Personal für das AMS Wien.

ÖGB, 12. Februar 2003
Nr. 074

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