ÖVP-Forderung nach Sport-Freizeitversicherung ist klar zurück zu weisen

Wien (OTS) - "Die gestern Dienstag vom Wirtschaftsflügel der ÖVP geforderte Einführung einer Freizeitversicherung für SportlerInnen klingt geradezu zynisch und ist eindeutig ge-gen die sportbegeisterten Menschen gerichtet. Alleine die 3,5 Millionen Mitglieder im organisierten Sportbereich und die weiteren unorganisierten Freizeitsportler, die der Wirtschaft Milliardeneinnahmen bringen, werden sich schön freuen, wenn sie noch zusätzlich besteuert werden. Außerdem ist das schlicht und einfach ein Schlag ins Gesicht jener, die sich um die Heranführung körperlich inaktiver zur sportlicher Aktivität bemühen", so ASKÖ-Generalsekretär Michael Maurer.
"Auf der einen Seite weiss die Wirtschaft sehr genau um die große Wertschöpfung des Sports (Tourismus, Sportartikel, Sportveranstaltungen, etc.) bescheid, die die Wirtschaftskammer selbst in einer Studie mit ca. 5,4 Milliarden Euro jährlich bezif-fert. Auf der anderen Seite wird die neueste sozio-ökonomische Studie der BSO "Sport und Gesundheit" aus dem Jahr 2000 negiert, die ganz klar die Einsparungen (derzeit 265 Millionen Euro pro Jahr) im Gesundheits- und Sozialbereich durch das Sporttreiben der österreichischen Bevölkerung für die Volkswirtschaft aufzeigt. Diese Studie wurde sogar vom noch regierenden Gesundheits-Staatssekretär Dr. Waneck gemeinsam mit der Österreichischen Bundes-Sportorganisation 2001 präsentiert", so Maurer weiter. Dadurch ist ganz klar nachgewiesen, dass der Sport der Gesell-schaft und der Volkswirtschaft eindeutig einen großen Nutzen und keine Belastung bringt. Im Gegenteil: Sportliche Betätigung gehört im Sinne der Gesundheitsförde-rung in noch größerem Ausmass, als es bisher der Fall war, gefördert."
"Wenn man jetzt also wider besseren Wissens seitens der Wirtschaft neue Gebüh-ren erfinden möchte, dann sollte man sich schon fragen, warum SportlerInnen be-steuert werden sollen, aber Steuererhöhungen bei Alkohol-Konsumenten oder ande-ren nicht angedacht werden", meint der ASKÖ-Generalsekretär abschliessend.

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