Onodi zum 12. Februar: Miteinander statt gegeneinander!

Arbeitslosigkeit und Armut als Wegbereiter totalitärer Ideen - SPÖ steht für Politik der sozialen Umverteilung und der Solidarität

St. Pölten (SPI) - Anlässlich des heutigen Jahrestages des Bürgerkriegsbeginns in Österreich erinnerte Niederösterreichs SPÖ-Vorsitzende LHStv. Heidemaria Onodi heute an die schrecklichen Folgen des 12. Februar 1934 und mahnte Wachsamkeit und Solidarität ein. Die Sozialdemokratie werde stets Widerstand leisten gegen eine Politik der sozialen Kälte, die Hass und Zwietracht säe, denn sie habe schon einmal erlebt, wie die Ernte dieser Saat aussehe. "Arbeitslosigkeit und Armut bereiten den Weg für totalitäre Ideen und Bewegungen. Auf diesen Erfahrungen hat die Sozialdemokratie ihre Politik der sozialen Umverteilung und der Solidarität aufgebaut. Denn das ist für uns das Entscheidende: Miteinander statt Gegeneinander!", sagte Onodi heute bei einer Gedenkveranstaltung in Wöllersdorf.

In den letzten Jahren habe die Sozialdemokratie aus der Opposition heraus aufgezeigt, welche bedenklichen Veränderungen in unserem Land vor sich gehen. "Die Zerschlagung der Sozialpartnerschaft, die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft in der Arbeiterkammer, die Schwächung der Gewerkschaft - wir durchschauen die Pläne der Regierung! Es ist nicht an der Zeit, abzuwarten - es ist an der Zeit, zu handeln!", so Onodi weiter.

Der 12. Februar 1934 - der Tag, an dem Engelbert Dollfuß den Befehl gab, auf den roten Schutzbund das Feuer zu eröffnen - sei ein "schwarzer Tag für die Sozialdemokratie und für alle Menschen, die die Werte der Freiheit und Gleichheit achten", gewesen. "Er war ein schwarzer Tag, weil ihm das Verbot der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, der Gewerkschaften und aller sozialistischer Arbeiterorganisationen folgte - und die Ausrufung des Ständestaates. Weil er hunderte Opfer forderte - und weil ihm Jahre des Elends und Krieges folgten, in denen Millionen starben."

"Wir stehen heute hier, um ein Zeichen zu setzen. Um zu zeigen, dass wir nicht vergessen haben - und nicht vergessen werden", so Onodi weiter. Im Gedenken an die Toten sei es unsere Verpflichtung, die Zeichen der Zeit zu erkennen, immer achtsam zu sein und Widerstand zu leisten, wo Unrecht zu Recht zu werden drohe. "Die Geschichte hat gezeigt, dass die Sozialistinnen und Sozialisten damals als Erste erkannt haben, wohin das Fehlen von Solidarität und Meinungsfreiheit führen kann. Wir haben als Erste offen vor dem Faschismus gewarnt und ihn bekämpft. Deswegen stehen wir heute hier, vor diesem Mahnmal, um zu zeigen, dass wir heute - und auch in Zukunft - die Zeichen der Zeit erkennen werden", sagte Onodi zum Abschluss ihrer Rede. (Schluss) cb/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Niederösterreich
Kommunikation
Alexander Lutz
02742/2255-146
0664/5329354

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0003