KFV: MEHR ALKOHOL-KONTROLLEN!

Gerade im Fasching aktuell: Alkohol am Steuer-Unfallgefahr bei 0,5 Promille doppelt so hoch - bis November 2002 bereits 84 Alkoholtote!

Wien (OTS) - Bälle, Faschingsumzüge und allerhand feuchtfröhliche Feste kennzeichnen die verrückteste Zeit im Jahr - den Fasching. Mit der Verkleidung legen sich so manche "Narren" eine andere Persönlichkeit zu. Aber auch der Alkohol tut ein Übriges und lässt Schüchterne schnell draufgängerisch werden. Gerade am Steuer ist Draufgängertum allerdings am allerwenigsten gefragt - alkoholisiert hinterm Steuer steigt die Unfallgefahr rapide. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) ist bei 0,5 Promille im Blut die Unfallgefahr bereits doppelt so hoch, als im nüchternen Zustand. Bei 0,8 Promille steigt diese Gefahr um das vierfache und bei 1,2 Promille ist die Wahrscheinlichkeit eines kapitalen Crashs sogar 12 Mal! höher.

26 Getötete bei Alkoholunfällen allein im Fasching

"Zahlreiche Verletzte und Getötete können die Folge eines oftmals gedankenlosen Umgangs mit Alkohol in Verbindung mit dem Lenken eines Kraftfahrzeugs sein. Unterschätzen Sie das Risiko nicht! Es spricht nichts gegen Faschingslaune - wer aber nach einem netten Abend auch sicher nach Hause kommen will und nicht mit einem öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs ist, soll sich bereits im Vorfeld um den -alkoholfreien - Transport kümmern", rät KfV-Direktor Dr. Othmar Thann zu Fahrgemeinschaften oder Taxi. Allein im letzten Fasching (von 11.November 2001 bis 12. Februar 2002) wurden bei 626 Alkoholunfällen, 899 Menschen verletzt und 26 getötet. Bis zum November des Jahres 2002 verloren 84 Menschen bei Unfällen mit alkoholisierten Beteiligten ihr Leben.

Mehr Kontrollen, weniger Unfälle - auch Bevölkerung dafür

Logische Argumente helfen (leider) nicht immer - oft müssen drastischere Maßnahmen herhalten. Neben der jüngsten Bewusstseinsbildungskampagne des BM für Verkehr, Innovation und Technologie, wo Zombies für Diskussion in der Öffentlichkeit sorgen, werden Alkolenker vor allem durch verschärfte Kontrollen zur Raison gebracht. Laut eines EU-weiten Reports des europäischen Verkehrssicherheitsrates (ETSC) könnten Unfälle um die Hälfte reduziert werden, gäbe es mehr Kontrollen. Eine große Mehrheit der Bevölkerung spricht sich übrigens für eine höhere Überwachungsdichte aus. "Wir hoffen, dass die Exekutive dem allgemeinen Wunsch nach verschärften Alkomat-Kontrollen nachkommt. Bisher ist die Wahrscheinlichkeit, alkoholisiert hinterm Steuer erwischt zu werden, ohnehin äußerst gering. Nur drei Prozent trifft es tatsächlich, in anderen Ländern liegt diese Wahrscheinlichkeit bei bis zu 40 Prozent", so Thann.

Wer erwischt wird - zahlt

"Verschärfte Überwachung, ist nicht mit dem gern zitierten "Big Brother is watching you‘ gleichzusetzen. Das Wissen jederzeit überwacht und gegebenenfalls bestraft zu werden, würde viele Lenker dazu anhalten entweder nicht zu trinken oder nicht zu fahren. Alkohol am Steuer kann töten - das ist eine Tatsache", hält der KfV-Chef vor Augen. Aber für viele zählt eben nur eins: Wer erwischt wird - zahlt. Strafen bis zu 5.813 Euro und der Verlust des Führerscheins für mindestens vier Monate drohen. Ab 1,6 Promille heißt es zudem noch zur Nachschulung - die das Rückfallrisiko der Verkehrssünder nachweislich um 50 Prozent senkt - und zur verkehrspsychologischen Untersuchung.

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Kuratorium für Verkehrssicherheit
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