Jüdisches Museum Wien: Werkschau des Hanak-Schülers Karl Duldig

Wien (OTS) - "Mit Karl Duldig präsentieren wir einen der wichtigsten Vertreter der Bildhauerschulen Anton Hanaks erstmals nach 1945 wieder einer breiteren Öffentlichkeit in Österreich", betonte Direktor Karl Albrecht-Weinberger anlässlich der Eröffnung der 100. Sonderausstellung des Jüdischen Museums der Stadt Wien am Dienstag. Das Museum leiste damit einmal mehr einen wichtigen Beitrag zur Geschichte und Kultur der Wiener Juden und auch zur Kunstgeschichte Österreichs und Europas. Der 1902 in Przemysl geborene Karl Duldig kam als Sohn wohlhabender galizischer Juden 1914 mit seinen Eltern in die damalige k.k. Reichshauptstadt Wien und gehörte als Schüler von Anton Hanak und Josef Müllner im Wien der Zwischenkriegszeit zu den vielversprechenden Talenten einer jungen Bildhauergeneration. 1938 musste Karl Duldig vor den Nationalsozialisten fliehen und kam über mehrere Zwischenstationen schließlich nach Australien, wo er maßgeblich die Bildhauergeneration Nachkriegsaustraliens beeinflusste, wie der Botschafter Australiens, Max Hughes, in seiner Grußadresse bei der Eröffnung ausführte. Die Tochter des Künstlers, Eva de Jong-Duldig, die eigens zur Eröffnung aus Australien angereist war, zeigte sich gerührt, dass just an ihrem Geburtstag die Eröffnung der Ausstellung über das Schaffen ihres Vaters stattfinden konnte und dankte dem Kurator der Ausstellung, Peter Stasny, für die Erarbeitung der ersten umfassenden kunsthistorischen Arbeit über Karl Duldig.

"Karl Duldig (1902-1986) - Plastiken und Zeichnungen" ist bis 4. Mai 2003 im Jüdischen Museum zu sehen. Anschließend wird die Ausstellung im Internationalen Kulturzentrum (ICC) in Krakau und im Victorian College of the Arts in Melbourne gezeigt. Das Jüdische Museum Wien (A-1010 Wien, Dorotheergasse 11) ist Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, an Donnerstagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Eintritt: EUR 5/EUR 2,90 ermäßigt. Schulklassen in Begleitung eines Lehrers haben freien Eintritt und eine kostenlose Führung. Ein umfangreiches pädagogisches Begleitprogramm zur Ausstellung ist in Vorbereitung (Auskünfte unter Tel.: +43-1-535 04 31-311 bzw. 312). Details zum Angebot des Museums finden Sie auch im Internet unter http://www.jmw.at/.

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