Erfolgsprojekt Streunerkatzen

VIER PFOTEN: 1.400 Tiere kastriert unkontrolliertes Wachstum der Streunerkatzen-Kolonien eingedämmt

Wien (OTS) - Die Ausdehnung des Streunerkatzen-Projekts auf das gesamte Bundesgebiet hat einen Durchbruch im Zusammenhang mit verwilderten Hauskatzen gebracht. In 40 ausgewählten Regionen Österreichs wurden rund 1.400 Tiere kastriert. "Das unkontrollierte Wachstum in abgegrenzten Kolonien wurde dadurch gestoppt. In vergleichbaren Gebieten, in denen die Aktion nicht durchgeführt werden konnte, hat sich die Katzenpopulation hingegen mehr als verdoppelt", zieht Projektleiter Dr. Til Ulbricht Bilanz.

Die erfolgreiche Durchführung des Projektes war nur aufgrund des großen Engagements der beteiligten 30 Tierärzte und 45 Kooperationspartner möglich. Die Kosten und die Koordination des gesamten Projekts übernahmen bisher die VIER PFOTEN. Aber nur wenn sich Bund, Länder und Gemeinden ihrer Verantwortung stellen und die Finanzierung der Kastrationen übernehmen, kann eine österreichweite, flächendeckende Lösung für das Streunerkatzen-Problem erreicht werden.

Denn die Handhabung herrenloser Tiere liegt im Verantwortungsbereich der Länder und Gemeinden. "Statt Lösungskonzepte zu erarbeiten wird das Problem der Streunerkatzen von vielen zuständigen Stellen negiert. Die von uns organisierten Projekte sollen den Gemeinden und Behörden tiergerechet Lösungsansätze in Sachen Streunerkatzen aufzeigen", so Ulbricht.

Daher planen die VIER PFOTEN auch für 2003, Kastrationen in ausgesuchten Gebieten durchzuführen um das Problem "Überbevölkerung" in den Griff zu bekommen. "Zur oft üblichen Selbsthilfe zu greifen und junge Katzen auf brutale und grausame Weise zu ertränken, zu erschlagen oder zu verbrennen trägt hingegen nicht dazu bei, die Population langfristig zu verringern. Ziel der VIER PFOTEN ist es, ein Umdenken in der Bevölkerung bzw. eine Sensibilisierung der Thematik zu bewirken!", erläutert Ulbricht.

Die starke Vermehrung der Tiere liegt in der Natur der Sache: Katzen sind bereits am dem 6. Lebensmonat geschlechtsreif. Ein Muttertier ist mit ihren weiblichen Nachkommen innerhalb von 12 Jahren für die Geburt von rund 3.200 Kätzchen verantwortlich. Um dieser unkontrollierten Vermehrung einen Riegel vorzuschieben gibt es nur eine einzige sinnvolle und tiergerechte Lösung: Streunerkatzen einzufangen, zu kastrieren und am angestammten Platz wieder auszusetzen.

"Im Gegensatz zur Sterilisation, bei der nur die Eileiter bzw. Samenstränge abgebunden werden, werden bei der fachgerechten Kastration die Keimdrüsen entfernt. Damit wird der Fortpflanzungstrieb der Katzen im wahrsten Sinne des Wortes im Keim erstickt. Revierkämpfe, und damit auch ein wesentlicher Übertragungsweg für Katzenseuche und Leukose, bleiben aus", bringt VIER PFOTEN Projektleiter Dr. Til Ulbricht die Sache auf den Punkt.

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