SPÖ-Hufnagl: "Krieg untauglichstes Mittel zur Konfliktbewältigung"

Gedenken der Meidlinger SozialdemokratInnen der Opfer des 12. Februar 1934

Wien (SPW-K)- Einen flammenden Appell gegen jeden Krieg als Mittel der Politik richtete Dienstag abend der stellvertretende Vorsitzende der SPÖ-Meidling, Gemeinderat Heinz Hufnagl, im Rahmen einer Gedenkfeier dieser SPÖ-Bezirksorganisation anlässlich der Ereignisse des 12. Februar 1934 in Österreich, an alle demokratischen Kräfte: "Krieg löst keine Probleme. Krieg schafft keinen Frieden, schon gar nicht stabil und dauerhaft. Er ist das untauglichste Mittel zur Konfliktbewältigung, weil darin neue Konflikte, noch tieferer Hass und der Schrei nach Rache geboren werden", stellte Hufnagl in seinen Ausführungen, in denen er einen Bogen zwischen den damaligen Ereignissen und den derzeitigen Vorbereitungen eines Krieges der USA gegen den Irak spannte, fest. ****

"Das Unrecht einer Diktatur - auch das der menschenverachtenden Willkürherrschaft Saddam Husseins - kann nicht mit neuem Unrecht gegenüber wehrloser Zivilbevölkerung beseitigt werden", betonte Hufnagl. Er zeigte sich optimistisch, dass die "internationale Völkergemeinschaft stark und geschlossen genug ist, um mit politischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Mitteln die Opposition im Irak zu stärken und das blutrünstige Regime in Bagdad zu überwinden". An die Adresse der USA richtete der Redner die Aufforderung, die Kriegsvorbereitungen sofort einzustellen. Er erinnerte daran, dass die kommunistischen Unrechtsregime an der Zeitenwende 1989/90 durch die internationale politische Entwicklung, durch die Stärkung der Opposition in diesen Ländern und nicht durch Bombardements beendet worden seien.

Im weiteren Verlauf seiner Rede skizzierte Hufnagl zudem die unheilvolle politische Entwicklung in Österreich in der Ersten Republik, die letztlich in Bürgerkrieg, austrofaschistische Diktatur und Naziterrorherrschaft mündete, in Form der prägnanten Erläuterung einzelner einschneidender Ereignisse auf diesem Weg in den Untergang. Aus den Ereignissen des 12. Februar 1934 formulierte Hufnagl die Lehren, dass in Österreich nie wieder das freie Wort, die Kraft des Arguments durch Waffengewalt ersetzt werden dürfe und mit großer Wachsamkeit selbst den leisesten Versuchungen zur Einengung der demokratischen Grundrechte beherzt und mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden müsse. "Wir verneigen uns vor den Opfern des 12. Februar 1934 und halten ihr Vermächtnis durch unser Eintreten für Freiheit, Menschenrechte und Frieden aufrecht", schloss Hufnagl. (Schluss)

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