Tancsits: Klares Nein zu Freizeitunfallversicherung

Würde Bemühungen um mehr Freizeitsport im Sinne der Prävention konterkarieren

Wien, 12. Februar 2003 (ÖAAB-PD) Eine private Versicherung für Freizeitunfälle kommt nicht in Frage, sagte heute, Mittwoch, ÖAAB -Generalsekretär Mag. Walter Tancsits zum Vorschlag von Wirtschaftsbundgeneralsekretär Reinhold Mitterlehner. "Der Vorschlag ist falsch, da man sich im Gesundheitssystem in erster Linie darum bemüht, verstärkt auf Prävention zu setzen und dazu die Menschen möglichst viel in Bewegung und Aktivität in Form von Freizeitsport zu bringen. Alle Studien belegen, dass die Schäden in der Gesundheit, die durch Bewegungsmangel entstehen, größer - und damit auch teurer für die Versicherungen - sind als jene, die im Freizeitsport verursacht werden", so Tancsits. Eine eigene Versicherung für Freizeitunfälle würde die Bemühungen um mehr sportliche Betätigung der Bevölkerung konterkarieren und damit auch keine Entlastung für das Gesundheitssystem bringen. *****

Tancsits gab außerdem zu bedenken, dass der Vorschlag Mitterlehners auch finanziell für das österreichische Versicherungswesen keineswegs so bedeutsam sei, wie es auf den ersten Blick vielleicht erscheine. "Das zeigt allein die Tatsache, dass von den 90.000 Schi- und Snowboardunfällen 60.000 ausländische Gäste betreffen". Der überwiegende Teil dieser Unfälle belaste damit das heimische Versicherungssystem nicht.
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