FP-Strache: Ensemblegeschützter Rudolf-von-Alt-Platz muß erhalten bleiben!

Tiefgaragenprojekt darf nicht umgesetzt werden!

Wien, 12-02-2003 (fpd) - Gegen die geplante Errichtung der geplanten APCOA-Tiefgarage am Rudolf-von-Alt-Platz sprach sich heute der Landesobmann-Stellvertreter der Wiener Freiheitlichen, LAbg. GR Heinz-Christian Strache aus.

Die Wiener FPÖ, so Strache, war und ist selbstverständlich für mehr öffentliche Parkraumschaffung in Wien und hat sich auch bisher niemals prinzipiell gegen adäquate und bürgerverträgliche Volksgaragenprojekte ausgesprochen. Die Problematik rund um den Rudolf-von-Alt-Platz stellt das Häuserensemble und die Bürger des betreffenden Grätzels jedoch vor spezielle Probleme. Das gewachsene und geschützte Altstadtensemble sowie der umliegende Grünsteifen würden durch das Garagenprojekt nämlich ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen werden. Darüber hinaus würden die ensemblegeschützten Häuser, welche von Holzpfählen getragen werden, durch einen Garagenbau vor einer drohenden Absenkung stehen, da die Holzpfahle laut Expertenmeinung austrocknen und morsch werden könnten.

Die betroffenen Bezirksbewohner befürchten außerdem, dass die Betriebszeit von 24 Stunden zu einer erheblichen Lärm- und Umweltbelastung durch die ein- und ausfahrenden Autos führt. Außerdem würden die Arbeiten bis 1,5 Meter an die Fassade heranreichen und der öffentliche Verkehr in der Löwengasse müsste gesperrt und umgeleitet werden - die Lebensqualität wäre dahin. Auch der wertvolle Grünstreifen und Baumbestand am Platz müsste dem Projekt weichen.

In der näheren Umgebung, so Strache, gibt es eine ganze Menge freier Garagen die alles andere als ausgelastet sind. Jetzt von Seiten der Bezirksvorstehung 60 öffentliche Parkplätze am Platz wegnehmen zu wollen, um im Gegenzug neue kostenpflichtige Parkplätze in einer APCOA-Garage zu schaffen, stellt einen Hohn für die Anrainer dar. Die Grätzelbewohner zahlen schon jetzt für ihr Parkpickerl ohne ausreichend öffentlichen Parkraum vorzufinden. Jetzt soll weiterer öffentlicher Parkraum verloren gehen und mit der geplanten Tiefgarage die Anreiner doppelt zur Kassa gebeten werden.

Die von der Bezirksvorstehung geplante Grätzelabstimmung soll in einem Umkreis von 300 Metern rund um den Rudolf-von-Alt-Platz stattfinden. Warum Bewohner aus dem zweiten Bezirk in eine Landstraßer Bezirksprojektsbefragung überhaupt einbezogen werden sollen ist alleine schon verwunderlich. Man sollte die bereits strikt erfolgte Ablehnung der rund 500 Bewohner des Platzes, welche bereits vor einiger Zeit eine Petition unterfertigt und dem Bezirksvorsteher übergeben haben, ernst nehmen und von diesem Projekt Abstand nehmen.

"Wie beim Hohen Markt in der City drängt sich auch bei diesem Bauprojekt der Verdacht auf, daß ein Garagenbetreiber wieder gutes Geld auf Kosten der Bürger machen will. Die massive Beeinträchtigung für den ensemblegeschützten Platz und der drohende Lebensqualitätsverlust für die überwiegende Mehrheit der Bewohner, sollte jedoch zu einem sofortigen Planungstopp führen", so Strache abschließend. (Schluß) jen

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