Irak: Caritas hat umfassende Vorbereitungen getroffen

Katastrophenleiterin Sabine Wartha bei Lokalaugenschein in Syrien

Wien (OTS) - =

Die Leiterin der Caritas-Katastrophenhilfe ist heute,
Mittwoch, zu einem Lokalaugenschein nach Syrien aufgebrochen, wo die Caritas die Hilfe für Flüchtlinge aus dem Irak vorbereitet. Bei einem Ausbruch des Irak-Krieges rechnet die Caritas mit Hunderttausenden Irakern, die in das Nachbarland Syrien flüchten werden, weil andere Länder angedroht haben, ihre Grenzen zu sperren. Die Caritas wird sich im Ernstfall mit ihren Partnerorganisationen vor Ort auf die medizinische Hilfe für Flüchtlinge konzentrieren.

Schon jetzt, berichtet Sabine Wartha, leben in den Städten Hassake, Aleppo und Damaskus rund 40.000 irakische Flüchtlinge, die bei Familienangehörigen Unterschlupf gefunden haben. Die syrische Regierung plant Flüchtlingscamps wie während des Golfkrieges, vor allem im Nordosten an der Grenze zum Irak. Viele Flüchtlinge werden aber auch versuchen bei Familienangehörigen Unterschlupf zu finden.

Im Irak selbst hat das internationale Caritas-Netzwerk die erste Vorbereitungsphase abgeschlossen. Dazu gehören umfassende Notfallsausrüstungen und Erste-Hilfe-Schulungen für die Mitarbeiter der Caritas Irak. "Im Fall eines Krieges wird Wassermangel eines der größten Probleme sein", sagt Sabine Wartha. Deshalb hat die Caritas ihre Zentren landesweit mit zusätzlichen Wassertanks ausgestattet.

Parallel dazu laufen die humanitären Hilfsprojekte der Caritas weiter, die schon vor zehn Jahren begonnen wurden. Wartha: "Die Caritas unterstützt mehr als 10.000 Familien und 20.000 Kinder mit Zusatznahrung. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Hilfe beim Wiederaufbau der städtischen Wasserversorgung. Diese Hilfe der Caritas kommt rund 290.000 Menschen zugute, die unter den Folgen des langjährigen Embargos leiden." Durch verunreinigtes Wasser haben sich vor allem Durchfallerkrankungen und Typhus stark ausgebreitet. Im weltweiten Vergleich ist die Kindersterblichkeit im Irak seit Anfang der 90er Jahre am stärksten gestiegen.

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