Blecha fordert "Generationengipfel" zu Beschäftigung und Pensionen

Erste Pflicht jeder Regierung

Wien (SK) "Am Arbeitsmarkt klaffen die Wunden bei den Jungen und den Älteren, und der Generationenvertrag als Fundament der Pensionen braucht eine Vertrauens- und Erneuerungskur. Deshalb fordere ich einen "Generationengipfel", sagte Sonntag der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Auf diesem Gipfel, an dem Vertreter der Arbeitnehmer, der Wirtschaft, der Jungen und der Älteren teilnehmen sollen, soll mit den Regierungsmitgliedern ein Programm besprochen, beschlossen und durchgeführt werden, das die dramatische Arbeitslosigkeit senkt und die Pensionen dauerhaft sichert", so Blecha.

Der Pensionistenverband Österreichs als Interessenvertretung der älteren Generation habe ein umfassendes Programm, das die Reduktion der Altersarbeitslosigkeit, die Erhöhung der Erwerbsquote und das Heranführen des faktischen an das gesetzliche Pensionsalter zum Ziel hat, vorgelegt. Dieses Programm umfasst:

  • Ein sofortiges Beschäftigungsprogramm, das speziell auf ältere Arbeitnehmer abgestimmt ist.
  • Verstärkte Kündigungsschutz-Maßnahmen ("First in - Last Out"); je länger ein Arbeitnehmer im Betrieb beschäftigt ist, desto schwerer ist er zu kündigen; Verpflichtung des Arbeitgebers Kündigung zu begründen, damit Berechtigung der Kündigung überprüft werden kann.
  • Förderungen für Betriebe, die ältere Menschen einstellen
  • Pönalisierung der Unternehmen, die ältere Beschäftigte kündigen. Unternehmen, die von der Kündigung älterer Arbeitnehmer profitieren, müssen ebenso wie Unternehmen, die keine älteren Arbeitnehmer beschäftigen, höhere Beiträge für die Finanzierung der Arbeitslosigkeit bezahlen.
  • Verstärkte Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz.
  • Qualifizierungsoffensive für Dienstnehmer über 40 Jahren.
  • Altersgerechte Organisation der Arbeit: Rechtzeitige Überprüfung (spätestens wenn der Arbeitnehmer 45 ist), gemeinsam mit Ärzten und Arbeitsmarktservice, welche Qualifikationsmaßnahmen und welche gesundheitlichen Maßnahmen erforderlich sind (Versetzung auf weniger belastenden Arbeitsplatz, Änderung der Arbeitszeit, usw.), um die Weiterbeschäftigung zu sichern.
  • Verweigert der Arbeitgeber die notwendigen Maßnahmen, kann er die betreffenden Arbeitnehmer nur mehr mit richterlicher Zustimmung kündigen.
  • Gleitpension- bzw. Altersteilzeitmodelle.

Blecha: "Eines ist klar: Es geht um die Menschen, um Schicksale. Und darüber hinaus bringt Beschäftigung Geld in Form von Beiträgen, Arbeitslosigkeit hingegen kostet Geld. Ein doppeltes Argument, für mehr Beschäftigung, längeres, gesundes Arbeiten." Blecha abschließend: "Der Generationengipfel ist die erste Pflicht jeder Regierung, egal wie sie sich zusammensetzt!" (Schluss) ns/mm/mp

Rückfragehinweis: Andy Wohlmuth, Tel. 01 313 72 30

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0002