"profil": Handyunternehmen EMTS am Rande der Insolvenz

Mehrere Tochtergesellschaften akut gefährdet - neues Gutachten erhärtet Verdachtsmomente gegen Guggenberger - Deloitte & Touche zieht Bestätigungsvermerk zurück

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, steht das börsenotierte Salzburger Handyservice-Unternehmen EMTS Technologie AG am Rande der Insolvenz. Mehreren Tochtergesellschaften droht das unmittelbare Aus. Vorstandschef Christian Rosner gegenüber "profil": "Die Schweizer Tochtergesellschaft ist bereits in Konkurs, Frankreich wird folgen, die Niederlande sind schwer gefährdet, und auch in Österreich kämpfen wir gegen die Insolvenz."

EMTS hat Verbindlichkeiten von 17,3 Mio. Euro angehäuft, Hauptgläubiger ist die Bank Austria Creditanstalt.

"profil" zitiert aus einem vertraulichen Bericht der Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG vom 13. Dezember 2002, der die Liquidätsentwicklung im Konzern durchwegs negativ beurteilt. So habe allein die größte Konzerntochter, die Salzburger EMTS Austria GmbH, in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres bei einem Umsatz von 14,89 Mio. einen Verlust von 4,6 Mio. Euro zu verzeichnen gehabt. Laut KPMG benötigt die Gruppe dringend eine Finanzspritze in der Größenordnung von 5 Mio. Euro.

Inzwischen mehren sich auch Vorwürfe gegen den Unternehmensgründer und früheren Vorstandschef Franz Guggenberger. Laut "profil" hat der EMTS-Bilanzprüfer Deloitte & Touche seinen Bestätigungsvermerk für die Bilanz 2001 am Donnerstag dieser Woche mit Hinweis auf mutmaßliche Umsatzmanipulationen zurück gezogen. Guggenberger bestreitet jedwede Unregelmäßigkeiten: "Ich habe nichts manipuliert. Alle Zahlen sind korrekt."

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