Hofmann zu Ladenöffnung: Klein- und Mittelbetriebe nicht weiter belasten

RFW steht zu seinem Wort: 19.30 Uhr ist Ladenschluß

Wien, 06-02-03 (OTS) In der Diskussion um eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten in die Nachtstunden steht der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) auch in Zukunft auf der Seite des mittelständischen Einzelhandels. Wie Bundesobmann NAbg. Max Hofmann heute betonte, würden KMU´s damit weiteren Belastungen ausgesetzt. Die im Regierungsprogramm mit der ÖVP getroffene Vereinbarung einer Ausdehnung der Wochenöffnungszeiten von 66 auf 72 Stunden sei jedoch weiterhin aufrecht.****

Jüngste Studien zeigten deutlich, dass sich bereits jetzt im heimischen Einzelhandel eine Umsatzentwicklung zum Nachteil der Klein- und Mittelbetriebe abzeichne. Durch eine Verlängerung der Öffnungszeiten in die Nachtstunden würde sich dieser Trend zugunsten der Einkaufszentren auf der grünen Wiese weiter verstärken.

Darüber hinaus halte die Mehrheit der Konsumenten die derzeit bestehenden Rahmenöffnungszeiten bis 19.30 von Montag bis Freitag und an Samstagen bis 17 Uhr für ausreichend. Für den Handel würde eine Verlängerung der Öffnungszeiten in die Nachtstunden demnach keinen Euro mehr an Umsatz bringen, so Hofmann.

"Auch darf der soziale und gesellschaftspolitische Aspekt nicht außer Acht gelassen werden", appelliert Hofmann. Für die mehr als 200.000 Beschäftigten im österreichischen Einzelhandel, zum Großteil Frauen, würde eine Verlängerung der Öffnungszeiten in die Nachtstunden erhebliche Mehrbelastungen bringen. Das gelte auch für die große Zahl von Pendlern.

Mit den bestehenden, jedoch vielerorts ungenutzten Ausnahmemöglichkeiten der Landeshauptleute für Tourismus- und Grenzregionen sowie Ortszentren habe Österreich längst eines der flexibelsten Ladenöffnungsmodelle Europas. Bartenstein solle sich daher nicht von internationalen Vergleichen und Statistiken beeinflussen lassen. Es gelt intelligente, flexible Lösungen anzubieten. Es sei daher nicht notwendig, bundesweit neue Öffnungszeiten zu verordnen, welche niemals auf die regionalen Erfordernisse der Bundesländer abgestimmt werden könnten.

An Wirtschaftsminister Bartenstein appelliert Hofmann, sich beim Thema Ladenöffnung nicht von Einkaufszentrenbetreibern zu Entscheidungen zum Nachteil des gewachsenen mittelständischen Einzelhandels, welcher die Mehrheit der Lehrlings- und Vollzeitarbeitsplätze sichere, verleiten zu lassen. (Schluss)

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