LH Haider: Reorganisation der Kulturverwaltung war dringend notwendig

Stadttheater erhält Controlling - Heuer erstmals Galerieförderung, Bühne soll Musikakademie Ossiach und Region aufwerten

Klagenfurt (LPD) - Die Wirtschaftlichkeit des Stadttheaters Klagenfurt wird künftig besonderes Augenmerk bekommen, betonte heute Kulturreferent Landeshauptmann Jörg Haider. Er sagte, dass ein eigenes Controlling eingeführt werde und verwies darauf, dass der technische Leiter gekündigt bzw. nicht mehr weiter angestellt worden war, nachdem dieser sich darum bemüht hatte und auch erfolgreich war, vermeidbare Überstunden abzubauen. Vom Betriebsrat hätte der Leiter damals allerdings keine Unterstützung erhalten. Zugleich anerkannte der Landeshauptmann die künstlerischen Leistungen des Theaters und seine hohe Akzeptanz.

Der Kulturreferent gab heute zahlreiche Neuerungen bzw. die Fortsetzungen neuer kultureller Initiativen bekannt und unterstrich dazu die Notwendigkeit der Reorganisation der Kulturabteilung, die in guten Händen sei. Denn dringend notwendig seien im Kulturbereich Managerqualitäten, organisatorische Fähigkeiten und Kraft für Sanierungen bzw. Reformen.

Die Vorbereitungen für die Ausstellung "Klassische Moderne" unter Mitwirkung von Agnes Husslein als Kuratorin seien im Laufen. Die Ausstellung werde an den drei Standorten Nötsch, Bleiburg und Klagenfurt stattfinden, führte der Kulturreferent weiter aus. Erstmals werde es heuer auch eine Galerieförderung von 72.673 Euro geben, wodurch es dem Land ermöglicht wird, von den Kärntner Galerien Werke anzukaufen. Voll im Gange seien auch die Vorbereitungen
für die geplante Landesausstellung des "Wassererlebnislandes Kärnten". Umgesetzt werden auch die vom Landtag beschlossenen Förderungen für die Traditionsverbände. Weiters wird ein Kulturserver, eine eigene Internetplattform, errichtet.

Der Landeshauptmann will auch das Projekt "Musikakademie Stift Ossiach" vorantreiben. Nach Adaptierungen des Stiftes soll im Verbund mit dem Stiftshotel ein Ganzjahresbetrieb entstehen. Auch eine Kulturbühne Richtung See soll gebaut und für einen besonderen Kulturgenuss sorgen. Dies würde eine Belebung für die ganze Region darstellen, so Haider.

Die umgebaute Landesgalerie soll neben einem Museum für moderne Kunst auch mit einer Artothek ausgestattet werden. Kunstwerke von Kärntner Künstlern aus dem umfangreichen Bestand sollen privat verleiht werden können. Ein kurzfristiger Baustopp mußte von ihm verfügt werden, da schwerwiegende Planungsmängel aufgetreten waren, so Haider.

Weiters kündigte der Landeshauptmann die Errichtung eines Musikzentrums in Knappenberg (Gemeinde Hüttenberg) an, um den musikalischen Nachwuchs zu fördern. Hierbei sollen die Synergien mit dem dortigen Geozentrum etwa hinsichtlich der Unterbringung genutzt werden. Hüttenberg besitzt mit der Bergkapelle den ältesten Musikverein Kärntens, der auf eine sehr aktive Nachwuchsarbeit setzt.

Eine Fülle von Kulturprojekten, wie Wörthersee-Classics, Schulchor-Förderung, Kulturkooperationen, Brauchtumsmesse, Heimatherbst, Kultursommer (Auftakt in Millstatt), Denkmalförderung, Musikschulstandorte, usw. werden auch 2003 fortgesetzt bzw. ausgebaut. Auf der erfolgreichen Wörtherseebühne kommt heuer das Muscial "Grease" zur Aufführung, 2004 soll "Excalibur" folgen. Für das Anima-Quartett sei es möglich geworden, Instrumente im Wert von rund 1,8 Mio. Euro über Mittel der Österr. Nationalbank zur Verfügung gestellt zu bekommen. Viele Kulturprojekte seien ausserhalb des Kulturbudgets etwa durch Mittel aus der Abstimmungsspende oder durch Sponsoring ermöglicht worden, so Haider.

Der Kulturreferent wies auf die vielen Altlasten (Bühne Villach, Wörther Seebühne, Ritter-Kunsthalle, Tanztheater Ikarus, Landesausstellungen, usw.) hin, die zu sanieren gewesen sind bzw. abfinanziert werden mußten. Allein im Landesarchiv müsse nun wieder um 80.000 Euro saniert werden, um den Keller für Archivzwecke tauglich zu machen. Schwere Schäden weisen nach nur zehn Jahren auch schon die Anlagen im Botanische Garten auf. Der Landeshauptmann forderte von der öffentlichen Hand mehr Gewissenhaftigkeit bei Planung und Bauführung ein, um teure Sanierungen möglichst hintanzuhalten.

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