Manfred Koch neuer Superintendent der Diözese Burgenland (2)

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Markt Allhau, 6. Februrar 2003 (epd Ö) Senior Mag. Manfred Koch ist zum Superintendenten der Evangelischen Diözese A.B. Burgenland gewählt worden. Die Superintendentialversammlung, in der alle Gemeinden der Diözese mit geistlichen und weltlichen Delegierten vertreten sind, wählte den 47-jährigen Pfarrer von Stadtschlaining am 6. Februar 2003 in Markt Allhau bereits im ersten Wahlgang mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit. Koch erhielt 56 von 65 abgegebenen Stimmen. Weiterer Kandidat war Pfarrer MMag. Walter Dienesch, der in Neusiedl am See im Religionsunterricht tätig ist. In einer ersten Reaktion dankte Koch für das große Vertrauen und sagte: "Wagen wir gemeinsam die Arbeit im Erntefeld Gottes, dann wird sie auch gut gehen.” Die Wahl war notwendig geworden, weil Kochs Amtsvorgängerin, Mag. Gertraud Knoll, im Oktober 2002 in die Politik wechselte.

Koch: "Möchte begleiten, beraten und ermutigen”

"Begleiten, beraten und ermutigen” möchte der neue Superintendent. Dabei sollen vorhandene, gewachsene Strukturen gestärkt, aber auch aktuelle Entwicklungen und notwendige Veränderungen nicht aus den Augen verloren werden, betonte Koch im Hearing vor der Superintendentialversammlung. Verstärken will Koch auch die regionale Zusammenarbeit der PfarrerInnen und Gemeinden, denn die Personalsituation werde weiterhin angespannt bleiben. In der regionalen Zusammenarbeit müsse auch die Überbelastung der PfarrerInnen und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen berücksichtigt werden, forderte Koch. "Wir haben in unseren Gemeinden sehr fähige und gute MitarbeiterInnen”, sagte Koch, "ohne sie ist Gemeinde nicht denkbar”.

Als vordringliches Anliegen nannte der Superintendent die Stärkung der geistlichen Grundlage in den Gemeinden. Koch will dazu beitragen, "dass Menschen vom Rande der Gemeinde für den Glauben und das Gemeindeleben neu interessiert und gewonnen werden”. Wichtig ist dem neuen Superintendenten die in den Gemeinden vorhandene "Vielfalt im geistlichen Bereich”. Koch: "Meine Arbeit soll auch dazu beitragen, dass eine Akzeptanz dieser Vielfalt wächst.”

Ein besonderes Anliegen ist Koch die "Begeisterung der Jugendlichen für den Glauben an Jesus Christus und damit verbunden auch die Bereitschaft zur Mitarbeit in unserer Kirche”, eine "wesentliche Weichenstellung für die Zukunft”.
In der Ökumene möchte der neue Superintendent "das gute Miteinander in der versöhnten Verschiedenheit weiterführen”. Die immer kleiner werdende Zahl der Mitglieder der christlichen Kirchen mache es notwendig, "dass die christlichen Konfessionen zusammenhalten und gemeinsam an die Bewältigung der Probleme herangehen”. "Ökumene heißt für mich, das Gemeinsame betonen und leben und das Trennende der Konfessionen nicht verschweigen”, erklärte Koch.

Zu den Aufgaben des neuen Superintendenten gehört die geistliche Führung der Diözese. Er hat die Aufsicht über die kirchlichen Ordnungen und über die schriftgemäße Verkündigung. Zu seinen bischöflichen Rechten gehören Ordination und Visitation. Seine Stellung entspricht dem Diözesanbischof in der römisch-katholischen Kirche. Die Diözese Burgenland hat knapp 35.000 Mitglieder in 29 Pfarrgemeinden.

Manfred Koch (47) wuchs im burgenländischen Markt Allhau auf. Sein Theologiestudium brachte ihn nach Wien und Zürich. Seit seiner Konfirmation engagierte sich Koch in der Jugendarbeit, sein Vikariat verbrachte er in Wien-Währing, dann in Stadtschlaining, wo er 1984 die Pfarrstelle antrat. 15 Jahre war Koch als Lektorenleiter für die Aus- und Weiterbildung der burgenländischen Lektoren verantwortlich. Weiters war Koch in der evangelischen Erwachsenenbildung tätig. Er ist Gründungsmitglied und führte seit 1992 die Geschäfte der ökumenischen Erwachsenenbildungseinrichtung "Concentrum” in Stadtschlaining. Koch ist verheiratet und hat zwei Söhne.

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