Wiener SPÖ gedenkt Hermann Schnell

Ehemaliger Stadtschulratspräsident bedeutender Schulreformer

Wien (SPW-K) - In einer Würdigung der Person des kürzlich verstorbenen SPÖ-Bildungspolitikers Dr. Hermann Schnell erinnerte Donnerstag der Vorsitzende des Wiener SPÖ-Gemeinderatsklubs, Christian Oxonitsch, an die herausragenden Leistungen des langjährigen ehemaligen Bundesrates, Nationalrates und Amtsführenden Präsidenten des Wiener Stadtschulrates (1969 bis 1980). "Mit dem Ableben von Dr. Schnell haben die Wiener SozialdemokratInnen einen ihrer profiliertesten Bildungspolitiker der Zweiten Republik verloren", stellte Oxonitsch in einer Ausendung des Pressedienstes der SPÖ Wien fest. ****

Zahlreiche bildungspolitische Errungenschaften, so Oxonitsch, trügen die Handschrift des Humanisten Schnell, so u.a. die Reform der Hauptschule mit der Ablöse der Klassenzüge durch Leistungsgruppen, die Einführung der Vorschule, Englisch an Polytechnischen Schulen und Fachschulen und in der 3. und 4. Klasse der Volksschulen sowie die Ausweitung und Verbesserung der VolksschullehrInnenausbildung. Die in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durchgesetzte Einführung der unentgeltlichen Schulbücher und Verbesserungen bei den Schülerbeihilfen seien weitere wichtige Schritte zur Verbesserung der Chancengleichheit im Bildungswesen gewesen.

Durch die im Nationalrat notwendige Zweidrittel-Mehrheit bei wichtigen Schulgesetzen sei es allerdings auch Schnell nicht gelungen, alle wichtigen schulischen Vorhaben der Regierung Kreisky zu verwirklichen. "Dennoch kann Schnell mit Recht als ein bedeutender Schulreformer bezeichnet werden. Die Wiener SozialdemokratInnen werden ihm stets ein ehrendes Angedenken bewahren", schloss Oxonitsch. (Schluss)

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