Sonntagsöffnung: im Advent am wenigsten nötig

Wien (OTS) - Zu den Vorstößen von verschiedenen Seiten, an den Adventsonntagen die Geschäfte in Wien offen zu halten, nahm heute der Präsident des Wirtschaftsverbandes Wien, GR Fritz Strobl, Stellung. "Wenn es Sonntage gibt, an denen die Touristen bei uns genügend Einkaufsmöglichkeiten haben, sind es die Adventsonntage." Die Wochen vor Weihnachten seien für den Wiener Städtetourismus seit Jahren besonders erfolgreich - dazu hätten auch die immer zahlreicheren Adventmärkte beigetragen. Der Wiener Adventzauber sei ein gutes Beispiel für gelungenes Eventmarketing im Tourismus. Die Stadt Wien stelle ein Budget von derzeit einer Million Euro (inkl. Steuern) zur Verfügung, das vom Wiener Wirtschaftsförderungsfonds verwaltet werde.

Zu den Aussagen des Tourismus-Chefs Karl Seitlinger hielt Strobl fest: damit verbunden seien sowohl eine Steigerung der Auslastung der Hotellerie als auch die Absicherung von rund 30.000 Arbeitsplätzen in der Hotellerie und Gastronomie. "Die Ankünfte von Touristen in dieser Jahreszeit wurden innerhalb von 16 Jahren nahezu verdoppelt. Gerade in der Vorweihnachtszeit haben die Touristen wirklich viele Gelegenheiten einzukaufen und nutzen sie auch.", so Strobl. Bei diesem Vorstoß ginge es nur um das Ansetzen eines Hebels mit dem Ziel einer völligen Freigabe der Ladenöffnungszeiten.

Eine vernünftige Lösung, den Besuchern der Hauptstadt mehr Möglichkeiten zum Shopping zu geben, sei durchaus wünschenswert. Die gesetzlichen Möglichkeiten dafür gebe es bereits, eine Ausnützung der bestehenden Gegebenheiten sei anzustreben. Seitens des Wirtschaftsverbandes Wien bestehe eine grundsätzliche Bereitschaft über eine Erweiterung zu diskutieren, um die Zufriedenheit der Konsumenten weiter zu steigern, um bessere Chancen für kleine und Nahversorgungs-Betriebe im Wettbewerb mit den großen und Handelsketten zu erreichen, und auch, um den Bedarf der Touristen besser abzudecken.

Strikt gegen Änderungs-Bestrebungen sei der Wirtschaftsverband, wenn damit nur eine weitere Umsatzverlagerung von kleinen zu großen Unternehmen ermöglicht werde, Nahversorgung, Lebensqualität und Infrastruktur verschlechtert würden und den kleinen und mittleren Betrieben weitere Wettbewerbsnachteile zugemutet würden.

"Deshalb werden wir auf die Beibehaltung der Rahmenöffnungszeit von 66 Stunden sehr genau achten. Eine Ausdehnung der Rahmenöffnungszeit bei gleichzeitiger Ausdehnung der Öffnungszeiten würde kleinen Betrieben aber breitere Nischen einräumen - darüber sind wir gesprächsbereit", erläuterte Strobl.

"Bestrebungen, die Sonntage insgesamt zu öffnen, wie das nun mittels der Adventsonntage geschieht, werden wir uns ebenso widersetzen.", betonte der Präsident der Vertretung der Klein- und Mittelbetriebe.

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