Wiener Grüne/Maresch: Handymasten-Wildwuchs übertrifft alle Befürchtungen

Maresch: "Stadt Wien und Bund sind in der Handymasten-Problematik säumig"

Wien (Grüne) - Der Wiener Grüne Umweltsprecher, GR Rüdiger Maresch, sieht sich durch die heute bekannt gewordenen Informationen zum Ausbau der Handymasten-Struktur für das neue UMTS-Netz in seinen Befürchtungen bestätigt. Zu den bereits vorhanden rund 2.500 Standorten von Handymasten in Wien sollen weitere 1.000 dazu kommen. Und das - wie gehabt - ohne die betroffenen AnrainerInnen einzubeziehen. Der Grund für die Eile der Mobilfunkbetreiber beim weiteren Ausbau ist offenbar ihre vertragliche Verpflichtung, bis Ende des Jahres 25% der Bevölkerung mit UMTS-Diensten versorgen zu können.

Mit Sorge betrachtet der Umweltsprecher auch die Versuche der Handylobby, den ohnehin höher als notwendig angesetzten Maximalwert der Strahlungsintensität von 10 mW/m2 Leistungsflußdichte auf Gemeindebauten zu Fall zu bringen. "Der gesetzliche flächendeckende Versorgungsauftrag für ganz Österreich bedeutet nicht, daß jedermann auch im Keller und in der Tiefgarage einen optimalen Empfang haben muß", so Maresch. Und weiter: "Mir ist schon klar, daß sich das die Mobilfunkbetreiber im Sinne der Kundenzufriedenheit wünschen, aber das geht eindeutig auf Kosten der AnrainerInnen."

Daher erneuert Maresch die Forderungen, die die Grünen bereits seit 3 Jahren erheben:
- Einführung gesetzlicher Grenzwerte für die Strahlungsintensität von Handymasten für alle Standorte. Diese Grenzwerte sollen sich an den Überlegungen für einen vorsorgenden Gesundheitsschutz orientieren und nicht an den Wünschen der Mobilfunkbetreiber. Der Salzburger Grenzwert von 1 mW/m2 gibt hier die Richtung vor. Leider sind bereits 3 FPÖ-VerkehrsministerInnen daran gescheitert, gegen die Interessen der Mobilfunk-Lobby ein Gesetz zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung mit verbindlichen, niedrigen Grenzwerten zu erlassen.
- Daher soll die Stadt Wien vorerst einen möglichst niedrigen Grenzwert in der Bauordnung für alle (!) Gebäude verankern.
- Weiters muß es ein Mitspracherecht bzw. Parteienstellung für betroffene AnrainerInnen geben
- Und schließlich soll in sensiblen Bereichen (in der Nähe von Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen und Kindergärten,...) die Aufstellung von Handymasten überhaupt untersagt werden, solange mögliche gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen werden können.

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