Waneck besucht internationale AIDS/Malaria-Konferenz im Sudan

Nordafrikanische Konferenz der Gesundheitsminister des Sudans und der Nachbarländer mit Beteiligung von EU, WHO, UN, UNAIDS, UNICEF und Rotem Kreuz

Khartoum, (BMSG/STS) – Als erstes österreichisches Regierungsmitglied seit 1990 besuchte heute FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck den Sudan, um an der internationalen Konferenz zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria teilzunehmen. "Österreich hat sich massiv am Aktionsprogramm "Accelerated Action on HIV/AIDS, Malaria and Tuberculosis in the context poverty reduction" beteiligt und hat sich für eine Finanzierung aus Mitteln der Europäischen Union eingesetzt", berichtete Waneck. *****

Das bisherige weltweite Bemühen, den medizinischen Grundbedürfnissen von Millionen von Menschen nachzukommen verlange nach raschen und gezielten Handlungen, so Waneck. In diesem Bemühen habe Österreich einen wesentlichen Beitrag zur Gründung des GFATM geleistet und diesen Fond mit einem Betrag von 1 Million US-Dollar unterstützt. "Der sehr effizient strukturierte GFATM wird nun zu Beginn des Jahres 2003 mit der finanzielle Unterstützung für die meisten afrikanischen Länder für Diagnose und Behandlung von AIDS, Tuberkulose und Malaria beginnen", so Waneck.

Österreich habe in allen Gremien darauf Wert gelegt, dass die Gelder dieses Fonds bevorzugt jenen Ländern zufließen, welche aufgrund der wirtschaftlichen Situation den höchsten Bedarf und die höchsten Raten an HIV/AIDS aber auch Tuberkulose und Malaria hätten. Weiters habe Österreich mit anderen EU-Staaten zusammen durchgesetzt, dass es zu einer Lockerung der Handelsvorschriften für Arzneimittel und Diagnostika für HIV/AIDS gekommen sei, betonte Waneck. "Neue WTO-Richtlinien betreffend Zwangszulassungen und geistiges Eigentum sowie "tierced pricing" haben es erlaubt auch für wirtschaftlich schwächer gestellte Länder zu akzeptablen Preisen HAART-Therapien herzustellen und zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang hat sich Österreich auch in der EU dafür eingesetzt, dass strenge Kontrollen und gesetzliche Bestimmungen erlassen werden, welche verhindern, dass die für Afrika bestimmten preisbegünstigten Produkte nicht auf kriminelle Weise wieder in die Industriestaaten zurückfließen", erläuterte Waneck.

Österreich sei auch weiterhin bereit, eine Verantwortung in GFATM und UNAIDS zu übernehmen und finanziell zu unterstützen, so Waneck. Ziel der Staatengemeinschaft müsse es sein, nicht nur die AIDS Erkrankungen in Europa durch Prävention und Therapie, sondern auch die weite Verbreitung von HIV/AIDS im afrikanischen Raum in den Griff zu bekommen, betonte Waneck. (Schluss) bxf mg

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